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Kirche in WDR 2 | 31.03.2016 | 05:55 Uhr

Ich bin schwarz...

Musik: Do-do-do-do Do-do-do-do

Autorin: Sie ist cool. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Und sie ist schwarz.

Musik: Du hörst Akinyi, Do-do-do-do, Do-do-do-do

Autorin: Leila Akinyi wurde vor fünfundzwanzig Jahren in Kenia geboren, sie kam als Sechsjährige nach Köln, sprach kein Wort deutsch, und schon im Kindergarten war sie auf sich gestellt. Niemand wollte mit ihr etwas zu tun haben. Persönlich ist sie da drüber, es verletzt sie nicht mehr, aber bis heute stößt sie aufgrund ihrer Hautfarbe auf Vorurteile, sagt sie. Und die Leute unterschätzen sie.

Musik: Und weil ich schwarz bin, bin ich schnellste Läuferin. Und weil ich schwarz bin, bin ich beste Mitarbeiterin. Und weil ich schwarz bin, wird mein Engagement nicht geschätzt. Und weil ich schwarz bin, werde ich sehr oft unterschätzt. Ja ich bin schwarz…

Autorin: „Wer hat Angst vor der schwarzen Frau?“... Ihr Rap „Afro Spartana“ ist Ende Januar erschienen. Leila Akinyi hat keine Lust mehr auf die Vorurteile und kämpft gegen Rassismus und für Feminismus. Ihr Song richtet sich vor allem an schwarze Mädchen, die glauben nicht schön zu sein und deshalb ihre Haut mit Cremes behandeln, die sie heller macht.

O-Ton: Ich finde es schade, dass behauptet wird, dass wenn du heller bist, schöner bist. Das ist verkehrt. Das ist falsch. Deshalb habe ich vor allem diesen Song geschrieben, um den Mädels da draußen Mut zu machen: Ihr seid schön so wie ihr seid. Man muss sich nicht bleachen, um von irgendwem akzeptiert zu sein.

Musik: Weil ich anders bin (anders bin). Ja, ja, weil ich anders bin (anders bin). Bleibe ich selbst dann noch relaxed. Ja, weil ich anders bin. (Yo, weil ich anders bin)

O-Ton: Was ich aber immer wieder erlebt habe: Ich werde von anderen immer daran erinnert, dass ich schwarz bin. Immer wieder. Ob es auf der Arbeit ist, ob es in der Freizeit ist oder in der Disko, ob’s unter Bekannten ist…

Autorin: Dabei bedeutet schwarz sein für Leila Akinyi heute gar nichts mehr.

O-Ton: Ich seh auch gar nicht, dass ich schwarz bin. Ich seh auch gar keine Farben, ich seh nur die Menschen vor mir.

Autorin: Nur den Menschen sehen. Nicht die Hautfarbe. Nicht die Herkunft. Kein Geschlecht. Nur den Menschen sehen, das gelingt nicht immer – leider.

Noch ist es etwas anderes, ob eine Frau etwas sagt oder ein Mann. Es ist auch etwas anderes, ob eine schwarze Frau etwas sagt oder eine weiße.

Die Rapperin Leila Akinyi erhebt ihre Stimme und singt gegen das Unrecht an. Und wer weiß, vielleicht kommt sie ja irgendwann. Die Zeit, in der es ein Lied wie „Afro Spartana“ nicht mehr geben muss. Weil ihre Worte gewirkt haben. Weil wir verstanden haben, dass wir alle Menschen sind. Weiße und Schwarze. Aber in erster Linie: Menschen.

O-Ton: Man muss zu sich selber einfach stehen. Man muss sich lieben, so wie man ist. Das muss man lernen. Sich akzeptieren, wie man ist. Dann kann man auch andere lieben und akzeptieren.

Musik: Immer wieder weil ich schwarz bin.

O-Töne: https://www.youtube.com/watch?v=odVu-2-cOkU

Musikinformation:

CD-Name: Afro Spartana

Track-Name/-Nr.: Afro Spartana/ Ich bin schwarz

Interpretin: Leila Akinyi

Komponist: Leila Akiyni

Textdichter: Leila Akinyi, Adeyinka Kwasijuju Ogudipe & Jan Paul

Verlag: Dienst & Schulter

LC-Nr. 28178

Label: Melting Pot Music

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