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Kirche in WDR 2 | 17.11.2017 | 05:55 Uhr

Kein Buß- und Bettag mehr

Hätte, hätte, Fahrradkette. Wäre er im Jahr 1995 nicht abgeschafft worden, hätten wir vorgestern, an Mittwoch einen arbeitsfreien Tag gehabt, den Buß- und Bettag. Zum Ausgleich für den Tag der Deutschen Einheit wurde er abgeschafft. Es war und ist ein evangelischer Feiertag. Im dunklen Herbst lädt er zur Besinnung ein.

Es geht um die "Letzten Dinge", wie man früher sagte. Um den Tod und das Leben danach.

Vor zwei Wochen habe ich erzählt, warum man nicht mehr "Fegefeuer" sagen soll über den Ort, wo sich die Verstorbenen nach dem Tod versammeln. Es ist das Purgatorium, wo man sich frisch macht. Purgare heißt ja reinigen. Also das Badezimmer des Himmels.

Sehr schön hat dies schon Dante, der größte Dichter Italiens, vor 700 Jahren in seiner Göttlichen Komödie beschrieben.

Die Hölle beschreibt er als einen Eisblock, in dem die Liebenden erfrieren auf dem Grund eines großen Loches, das kegelförmig in die Erde ragt. Ein Bild das frösteln macht.

Die Erde aus diesem Trichter ist nun zu einem Berg im Purgatorium aufgeschichtet. Die Verstorbenen besteigen nun diesen Berg. Und nun kommt der Clou, die Überraschung! Normalerweise ist es beim Aufstieg auf einen Berg so, dass es immer anstrengender wird. Die Luft wird dünner, die Beine werden schwerer, der Atem kürzer.

Im Purgatorium ist es genau umgekehrt: Je höher, desto einfacher! Je weiter, desto schöner! Je höher man kommt, desto deutlicher ist die Nähe Gottes und die Erlösung von den Mühen zu spüren. Ein schönes Bild des berühmten Dichters.

Wie kann diese Dichtung heute hilfreich sein?

Wir sind die einzigen Wesen auf der Welt, die sich ihres Todes bewusst sind. Kein Tier und keine Pflanze wissen, dass sie vergänglich sind. Die meisten wünschen sich, dass sie plötzlich sterben, ohne langes Leiden vorher. Den wenigstens ist das vergönnt wie unserem Kölner Kardinal Meisner kürzlich, der morgens im Lehnstuhl einschlief. Keinen zwei Prozent von uns wird es ebenso ergehen.

Also gibt es nur eins: angesichts unseres eigenen sicheren Todes unbedingt eine Patientenverfügung machen! Damit die Angehörigen und die Ärzte wissen, wie wir den Übergang vom Irdischen ins Jenseits wünschen. Wenn dann das Purgatorium so ist, wie es Dante beschreibt, wird es ein wunderbarer Aufstieg.

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