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Kirche in WDR 2 | 14.08.2017 | 05:55 Uhr

Kinderarmut

Es ist Sommerzeit. Ferienzeit. Viele fahren in den Urlaub. Auch aus Annikas Klasse sind viele verreist. Auf Kreuzfahrt in die Karibik, auf eine Nordseeinsel oder auf Mallorca. Aber Annika und ihre Mutter bleiben in diesen Sommerferien zu Hause. Das Geld ist knapp seit der Trennung ihrer Eltern. Aber seitdem ihre Mutter die Oma pflegt, ist an Wegfahren nicht mehr zu denken. Man kann auch zu Hause nette Dinge machen, sagt Annikas Mutter immer. Das stimmt auch, denkt Annika. Aber eben nur nette - nicht supertolle…

So wie Annika geht es vielen Kindern in Deutschland. Über 2,5 Millionen Kinder gelten in Deutschland als arm. Das sind 19,4 Prozent der Menschen unter 18 Jahren. Im Ruhrgebiet, wo Annika mit ihrer Mutter und ihrer Oma wohnt, sind 30 Prozent der Kinder arm. In Studien wurde festgestellt, dass Kinder, die in Armut aufwachsen, schlechtere Bildungschancen haben. Arme Kinder werden schneller krank und entwickeln sich langsamer. Sie haben nicht die gleichen Chancen wie Kinder, die in reicheren Familien aufwachsen, weil einfach das Geld nicht reicht. Deutschland ist eigentlich ein reiches Land, dennoch sind bei uns viele Kinder arm.

Die Evangelische Kirche sieht darin einen Skandal. Sie setzt sich deshalb aktiv für Kinder in Deutschland ein – sowohl politisch als auch in den Kirchengemeinden vor Ort. In Kooperation mit dem Verband alleinziehender Mütter und Väter bietet die Evangelische Kirche besondere Bildungsreisen an, zum Beispiel auf dem Ponyhof Hilbeck, in der Nähe von Hamm. Dort können die Kinder reiten lernen, während sich die Eltern entspannen oder an Seminaren teilnehmen. In den letzten Ferien waren Annika und ihre Mutter auch dabei. Am Ende der fünf Tage fragte sie mich, wer das alles bezahlt hätte. Ich erklärte ihr, dass solche Angebote nur möglich sind, weil viele Menschen, die in der Kirche sind, Kirchensteuern zahlen und oft auch Geld spenden, z.B. in Gottesdiensten. Als sie das hörte, schaute sie mich mit ihren großen Augen an. Dann überlegte sie kurz und antwortete: Bitte sag den allen: „Danke schön!“.

Und das tue ich hiermit. Herzlichen Dank für Ihre Kirchensteuern! Sie haben Annika und vielen Familien an unterschiedlichen Orten in Deutschland ein Stück Teilhabe ermöglicht. Ein starkes Zeichen gegen Kinderarmut.

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