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Kirche in WDR 2 | 30.12.2017 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

Was bin ich in den Augen der meisten Menschen? - Ein netter, ruhiger Mann, - dessen Schicksal einen guten Verlauf nimmt. - Er ist harmlos, - verrückt, - böse, - einsam - und der große Künstler. Ein Niemand

Er war einer der größten Künstler der Neuzeit, gilt als Begründer der modernen Malerei: Vincent van Gogh.

Gut 800 Bilder hat er gemalt, alle in den letzten 10 Jahren seines Lebens, obwohl er nur 37 Jahre alt geworden ist.

Heute sind seine Gemälde weltberühmt, Millionen wert. Das war zu seinen Lebzeiten völlig anders.

Nur wenige habe Notiz von ihm genommen. Kaum jemand hat ihn verstanden. Nur ein einziges Bild ließ sich verkaufen.

Haben Sie gewusst, dass er ein Genie war? - Nein, das könnte ich nicht sagen. - Ich schon. Mein Vater wusste es auch. Er hat sich sein ganzes Leben lang bemüht, ein Künstler zu sein. Und dann ist dieser grobe, seltsame Mann ohne irgendeine fundierte Ausbildung, der erst seit ein paar Jahren malt, hier hereingeplatzt und bringt in ein paar Stunden auf die Leinwand, was mein armer Vater nicht mal in zwei Leben hätte malen können.

“Loving Vincent” heißt der neue Film über Vincent van Gogh. Seit Donnerstag läuft er im Kino.

Ein paar Jahre nach dem Tod des Malers taucht ein Brief von ihm auf - und der junge Armand Roulin soll ihn ausliefern. Also reist er, widerwillig zunächst, nach Auvers, dem letzten Aufenthaltsort van Goghs.

Und erfährt von den Dorfbewohnern mehr und mehr über Vincent.

Und dann, auf einmal, war es ganz still. Und er sah richtig glücklich aus, weil eine dreckige Krähe ganz nah gekommen war. Es war ihm egal, dass sie ihm sein Mittagessen geklaut hat. Und ich hab mich gefragt, wie einsam ist er eigentlich, dass sogar eine diebische Krähe ihn glücklich macht.

“Loving Vincent” ist ein vollständig gemalter, also animierter Spielfilm. Den Hintergrund bilden über 100 Bilder van Goghs, darunter seine bekanntesten. Und vor diesen Bildern agieren Schauspieler, die nachträglich digital bearbeitet und ebenfalls gemalt worden sind.

So entsteht das Bild eines Künstlers, den die Menschen seiner Umgebung nicht verstanden haben, weil er schwierig war im Umgang und depressiv; aber auch, weil seine Bilder so ungewohnt waren und neu.

Vincent ist ein Getriebener, ein von seiner Kunst Besessener, einer, der gar nicht anders kann, als malen.

An seinem ersten Tag, ich erinnere mich, es war ein Tag wie heute, da gab es ein schweres Gewitter. Alle rannten und suchten Schutz. Und da sah ich ihn. Er stand da im Regen in seinem Anzug und ich dachte, daran ist die Aufregung des ersten Tages schuld, aber nein, er war ständig so. Immer malte er, tagein, tagaus, egal wie das Wetter war.

In diesen Tagen vor dem Jahreswechsel zeigt mir “Loving Vincent”, dass jeder Mensch sein Leben gestalten muss, dass jedes Leben ein einzigartiges Kunstwerk ist, oder besser: eine Folge verschiedener Bilder und Szenen.

Wie eine weiße Leinwand liegt das Jahr 2018 vor mir - und es kommt auch auf mich an, was ich daraus mache.

Ich wünsche Ihnen ein buntes, ein gesegnetes neues Jahr!

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