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Kirche in WDR 2 | 29.12. 2018 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

Eine friedliche Szene: Ein älteres Pärchen, Joan und Joe Castleman, schlummern im Doppelbett. So beginnt der Film “Die Frau des Nobelpreisträgers”, der am Donnerstag ins Kino kommt. Ein lautes Telefonklingeln stört die Idylle:

Hallo, spreche ich mit Josef Castleman? - Ja. - Es ist mir eine große Ehre, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass Sie den diesjährigen Nobelpreis für Literatur erhalten werden.

Die frohe Botschaft entschuldigt die Ruhestörung. Der Schriftsteller Joe Castleman freut sich über diese höchste Auszeichnung für die schreibende Zunft. Er ruft Familie, Freunde und Kollegen zusammen, um anzustoßen. Spontan hält er eine kleine Rede, die – wie sollte es sonst sein – mit Dankesworten endet.

Zu guter Letzt habe ich meine wunderschöne Frau Joan, die Liebe meines Lebens. Joan, komm her. Die Liebe meines Lebens. Ohne diese Frau wäre ich nichts. Um ehrlich zu sein: Meine größte Leistung war es, diese Frau zu überreden, mich zu heiraten. (Lachen)

Er macht sich klein, der preisgekrönte Autor. Das weckt Sympathie. Das Paar reist zur feierlichen Preisverleihung nach Stockholm. Dort bekommt der Autor viele Gratulationen und Geschenke, die er sich zusammen mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn David anschaut.

‚Genießen Sie es’, gezeichnet Silvia Fry. Wer zum Teufel ist Silvia Fry? - Eine deiner Figuren, Dad. - Seih bitte nicht so streng, David. Er ist müde.

Merkwürdig. Der Autor weiß nicht mehr, wie eine seiner Romanfiguren heißt. Dabei ist er sonst alles andere als vergesslich. Nach und nach lässt der Film einen Verdacht in den Köpfen der Zuschauer reifen. Es tritt ein Journalist auf, der recherchiert hat:

Ich habe Joes frühere Arbeiten gelesen. Sehr seltsam, wie viel besser er schreibt, seitdem er sie kennen gelernt hat.

Dem will der Journalist auf den Grund gehen. Er stellt die Frau des Nobelpreisträgers zur Rede. Er konfrontiert sie damit, dass er Veröffentlichungen gefunden hat, die unter ihrem Namen erschienen sind.

Ich hab „Die Fakultätsgattin“ gelesen. Es ist wunderschön geschrieben. – Danke. Ich hatte Potenzial. – Bereuen Sie es, aufgegeben zu haben? Nein. Ich hatte kein allzu hohen Erwartungen daran, was ich hätte erreichen können als weibliche Schriftstellerin. – Oh, damals hat es viele erfolgreiche Schriftstellerinnen gegeben. – Ja, aber ich hatte nicht die Persönlichkeit dafür.

Schließlich ist die Wahrheit nicht länger unter der Decke zu halten.

Sind Sie berufstätig, Mrs Castleman? - Ich bin eine Königsmacherin. - Es gibt nichts Verwerfliches an dem, was wir tun.

Als Christ und als Ehemann sehe ich das anders. Vielleicht ist es nicht verwerflich. Aber es zeugt für mich davon, dass irgendetwas schief ist an dem Verständnis von Partnerschaft. Ich meine: Niemand darf wegen seines Geschlechtes daran gehindert werden, die eigenen Talente zu entfalten. Niemand sollte zu Gunsten seines Partners komplett auf die Früchte des eigenen Schaffens verzichten. In einer Beziehung zu leben heißt doch nicht, sich selbst aufzugeben. In der Bibel sagt Jesus: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst (Mk 12,31). Dem habe ich nichts hinzuzufügen

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