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Kirche in WDR 2 | 09.04.2016 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

Ein Mann namens Ove

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Köter hier nicht mehr hinpinkelt! - Hör nicht auf den bösen alten Mann, Prinz! - [Ove äfft Hund nach] - Anders, hast du gesehn, was der Alte gemacht hat? - Lassen Sie den Hund in Ruhe! - Das ist kein Hund! Für mich ist das ein Winterstiefel mit Augen!

Ove ist ein griesgrämiger Pedant. Immer hat er was zu meckern und zu nörgeln. Kein Nachbar ist vor ihm sicher. Ove ist die Hauptfigur in der schwedischen Literaturverfilmung: Ein Mann namens Ove. Seit Donnerstag läuft der Film im Kino.

Der grantige Rentner ist der Schrecken der Siedlung. Jeden Morgen macht er seine Kontrollrunde. Er spürt Falschparker auf. Er beobachtet streng, ob der Müll auch richtig getrennt ist. Und keiner darf auf seinen gepflegten Rasen treten.

Als eine Multi-Kulti-Familie nebenan einziehen will, blafft er sie erstmal an.

In diesem Wohngebiet sind keine Autos erlaubt. Sie können wohl keine schwedischen Schilder lesen! - Doch das kann ich, aber sind Sie blind? Ich sitz doch nicht am Steuer.

Doch die neuen Nachbarn lassen sich nicht abwimmeln und rumkommandieren. Im Gegenteil, nach und nach gelingt es ihnen, den weichen Kern des Rentners freizulegen. Denn Oves Frau ist vor kurzem gestorben. Und seitdem will Ove auch nicht mehr. Auf dem Friedhof klagt er ihr sein Leid.

Und diese, diese neuen Nachbarn, die führen sich vielleicht auf. Sie essen Reis mit Safran. Was ist denn so verkehrt an Kartoffeln und Fleisch? Man muss ja nicht gleich jedes Essen mit Osterfarben schmücken.....

Hier, am Grab seiner Frau wird klar, wie sehr sie ihm fehlt und weshalb er nicht mehr leben möchte ohne sie ... Das wird wohl das allererste Mal sein, dass Du mal auf mich warten musst.

Aber das mit dem aus dem Leben scheiden ist so einfach nicht. Ein Selbstmordversuch nach dem anderen geht daneben. Immer kommt irgendwas dazwischen. Und seien es die neuen Nachbarn mit akutem Hilfsbedarf:

Sie müssen mich sofort ins Krankenhaus fahren! - Wegen etwas Nasenbluten? Nein, deswegen doch nicht! Patrick ist von der Leiter gefallen. – Aha! Sie können doch selbst hinfahren mit der kleinen japanischen Nähmaschine, mit der Sie neulich hier angekommen sind. - Aber ich hab doch keinen Führerschein! - Wie alt sind Sie denn? - 30! - 30 Jahre und keinen Führerschein? - Patrick könnte inzwischen sterben und ich darf den Bus nehmen? Vielen Dank! - Dann fahr ich Sie eben! - Gut! Endlich! Was war denn daran so schwer?

Es ist nicht immer leicht mit den Nachbarn. Die meisten haben sich ja auch nicht ausgesucht, neben wem sie wohnen. Und oft kennen sich die Menschen gar nicht, die zufällig im selben Haus oder auf einer Straße wohnen. Wer schaut schon hinter die Fassade? Besonders, wenn die so unsympathisch daherkommt wie bei Ove? Der Film zeigt mir aber: Hinter jedem Menschen steckt der Wunsch, verstanden zu werden, angenommen zu sein – auch wenn er noch so verschroben daherkommt.

Die Geschichte von Ove und seinen Nachbarn kann ein Anlass sein, mal miteinander zu reden - und etwas mehr von den Anderen zu erfahren. Ein freundliches “Guten Morgen! Wie geht’s!” wär ja schon mal was!

Copyright Vorschaubild: Cinema World Nicholas Eckhart CCBY-SA 2.0 flickr

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