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katholisch

Kirche in WDR 4 | 15.12.2018 | 08:55 Uhr

Kinoverkündigung

Jacques Mayano aus Frankreich wird in den Vatikan gerufen.

Hatten Sie eine religiöse Erziehung, Jacques? - Ich hatte meine Erstkommunion, ja! - Sind Sie gläubig? - Nein! Also, ich glaube schon an etwas. Aber ich gehe nicht in die Kirche. Falls Sie das meinen!

Warum der renommierte Journalist das gefragt wird? Im Vatikan ist man beunruhigt über Vorgänge in einem Dorf im Südosten von Frankreich. Die 18-jährige Anna will eine Erscheinung gehabt haben.

Wissen Sie, was eine kanonische Untersuchung ist? Es ist eine so genannte Enquete-Kommission, einbe¬rufen durch die religiösen Autoritäten, um ein bestimmtes Ereignis zu untersuchen, wie zum Beispiel eine Wunderheilung oder eine Erscheinung. - Was meinen Sie mit Erscheinung? - Eine Erscheinung der Jungfrau Maria!

“Die Erscheinung”, so heißt denn auch der Film über die Visionen der 18-Jährigen und ihre Vermarktung durch einen Pfarrer. Seit Donnerstag läuft der Film im Kino.

Jacques reist im Auftrag des Vatikan nach Südfrankreich, um den Fall zu untersuchen. Er befragt die Bevölkerung und natürlich auch Anna selbst, die inzwischen als Seherin verehrt wird.

Ist sie eine Heilige? Oder eine Psyhopathin, die sich in religiösem Wahn in die Erscheinung hineingesteigert hat?

Als ich bei der ersten Hütte ankam, sah ich einen Lichtschein, weiter vorn am Weg. - Was heißt: einen Lichtschein? - Ich dachte, es wäre die Sonne, die die nassen Steine zum Leuchten bringt wie nach einem Gewitter, wissen Sie? Es war ein schönes Licht, sehr angenehm!

Ich weiß, dieses Thema ist sehr speziell katholisch. Aber offensichtlich so spannend, dass der französische Filmemacher Xavier Giannoli, immerhin Preisträger der Festspiele von Cannes, einen Film darüber gedreht hat.

Als katholischer Theologe weiß ich zwar: Die Erscheinungen der Gottesmutter Maria gehören nicht zum verbindlichen Glaubensgut meiner Kirche. Kein Mensch muss glauben, dass Maria jemandem erschienen ist, weder in Lourdes, noch in Fatima, in Kevelaer oder in Medjugorje. Und doch pilgern jährlich Millionen von Gläubigen zu diesen Orten, weil sie hier Trost und Hoffnung suchen. Und oft auch finden.

Letzte Nacht sind noch mehr angekommen. - Hab ich am Ortseingang gesehen. - Ja, sie sind überall. - Sieh dir das an, das ist doch einfach nicht zu fassen.

Nur von einer Erscheinung glaubt die Kirche, dass sie allen Menschen helfen kann, besser zu leben. In der Christmette, dem Gottesdienst in der Heiligen Nacht, wird in allen katholischen Kirchen ein Abschnitt aus dem Titusbrief vorgelesen. Da heißt es: “Die Gnade Gottes ist erschienen um alle Menschen zu retten.” (Tit 2,11)

Wenn die Kirche in einigen Tagen Weihnachten feiert, dann deshalb, weil sie glaubt: Jesus Christus ist geboren worden, um alle Menschen zum wirklichen Leben zu führen, zu einem Leben in Liebe und im Glück.

Dass Sie diese “Erscheinung” auch in Ihrem Leben sehen können, das wünsche ich Ihnen für die letzten zehn Tage des Advent und schon jetzt für Ihr persönliches Weihnachtsfest.

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