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katholisch

Kirche in WDR 2 | 16.07.2016 | 05:55 Uhr

Kinoverkündigung

O-Ton (Trailer): 0,14 – 0,23

Mutter: Du hast doch jetzt ein Staatsexamen. Du weißt doch jetzt auch so viel.

Freund: Du setzt die ganze Beziehung damit aufs Spiel. Du hättest dir doch einfach mal ne Kommode besorgen können, auspacken ...

Wer große Pläne hat, kann schnell von ihnen überwältigt sein – oder überfordert! So geht es jedenfalls Vivian. Die ehrgeizige junge Frau hat das Staatsexamen gerade in der Tasche und möchte nun auch noch mit ihrem Freund zusammenziehen. Doch Durchstarten ist nicht.

Sie ist überfordert. Zu viel auf einmal. So funktioniert sie nicht. Planlos und erschöpft steht Vivian da und hofft erstmal auf etwas Ruhe auf dem mütterlichen Sofa.

O-Ton (Trailer): 0,24 – 0,32

Mutter: Du kannst doch jetzt nicht einfach in unser Wohnzimmer einziehen. Ist doch Blödsinn!

Schwester: Papa bringt dich auf ne Insel – und ja, sollt ich dir bloß sagen.

Ihr Vater denkt, dass Vivian sich nur mal richtig erholen muss und verschifft sie kurzerhand auf eine Insel, damit sie dort Ferien machen kann. FERIEN heißt darum auch der aktuelle Kinofilm, der von Vivians Ausstieg erzählt.

Wobei: ganz Aussteigen auf der Insel geht nicht. Denn Vivians Vater fährt gleich mit und hat allerlei gute Ratschläge fur positives Denken und Selbstoptimierung im Gepäck.

O-Ton (Trailer): 0,40 – 0,49

Vater: Ah! Das könnt was für dich sein. Aquatraining. Zu zweit, in Begleitung. Oder Kytesurfen. Ne, da muss man fit sein, das ist nichts für dich, glaub ich. Aber vielleicht sollte ich das mal probieren.

Na, ob das hilft? ... Mit seinen gutgemeinten Ratschlägen geht Vivians Vater ihr sehr bald schon auf die Nerven ... Sie flüchtet sich in lange Spaziergänge. Das wiederum bringt den Vater auf die Palme.

O-Ton (Trailer): 0,52 – 1,05

Vater: Ja, von dir kommt nichts. Nichts, gar nichts. Du hörst nicht zu, das ist doch dein Problem. Vivian: Ich.

Vater: Du weißt nicht, was deine Vision ist.

Vivian: Doch weiß ich wohl. Ich möchte in Ruhe gelassen werden.

Endlich dann: Vivians Ferien werden zum Ausstieg. Denn mit einem Mal findet sie Gefallen an der Idee, ein wenig länger zu verweilen auf der Insel mit all ihren skurrilen Gestalten. Sie nimmt einen Job in Ottos Krämerladen an, mietet sich bei der alleinerziehenden Biene ein und schließt Freundschaften mit den eigentumlichen Inselbewohnern.

Es ist die Begegnung mit dem Unvollkommenen, die Vivian offenbar reizt. Das macht sie frei von diesem elendigen Zwang, dauernd etwas beweisen zu mussen.

Ganz ehrlich: Ich sehne mich manchmal auch danach: An einem Ort zu sein, an dem ich nicht so sein muss, wie die anderen mich kennen und haben wollen.

Der Film FERIEN erzählt davon, dass es erlaubt ist, auszusteigen, wenn man nicht mehr mitmachen will. Und das ist alles andere als ein Versagen, sondern kann vielmehr neue Möglichkeiten für das eigene Leben bringen.

Der Film ermuntert dazu, sich dann und wann von jeder Leistungslogik und Fremdbestimmung zu befreien – und schickt seine Zuschauer damit wohl zur richtigen Zeit in die Ferien.

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