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Kirche in WDR 2 | 15.10.2014 | 05:55 Uhr

Landfrauen

Autorin: Heute ist der 15. Oktober. Welt-Landfrauentag. Klingt kurios, habe ich beim ersten Mal gedacht, Welt-Landfrauentag, ob man so was braucht?Ja, braucht man, weiß ich inzwischen. 80 Prozent der weltweiten Nahrungsmittelproduktion liegen in der Hand von Frauen. Von Landfrauen. Sie sichern die Versorgung ihrer Familien. Auch hier bei uns in Deutschland haben Landfrauen diese Bedeutung. Ute Kerlen zum Beispiel, 66 Jahre alt. Sie ist Haus- und Landwirtschafterin und hat viele Jahre lang einen Hof in der Nähe von Minden gemanaged.

O-Ton: Eine Landfrau ist eine Frau, die auf dem Land lebt, die sich auch mit dem, wo sie wohnt, wo sie arbeiten t identifiziert, das sind Frauen, die in einem Verband zusammengefügt werden, eben dem LandFrauenverband.

Autorin: Und den gibt es schon seit 1948. 500.000 Frauen sind darin organisiert, längst nicht mehr nur Bäuerinnen. Ziel war und ist es, Frauen auszubilden. Für die Land- und Hauswirtschaft. Aber auch zum Beispiel für Projekte in Schulen.

O-Ton: Weil wir feststellen, dass viele gar nicht mehr wissen, woher kommt die Milch? Woher kommt ein Ei? diese elementaren Grundregeln einer Lebensführung, die versuchen wir den Kindern wieder beizubringen.

Autorin: Die Landfrauen organisieren sich auch politisch und engagieren sich für die Gleichstellung der Geschlechter.

O-Ton: Es gibt immer noch eine Lohnungleichheit, es verdienen immer noch Frauen bis zu einem Drittel weniger als Männer im gleichen Beruf, das sind Dinge, die wir auf der politischen Ebene ansprechen für die wir kämpfen, wir haben für die Mütterrente mitgekämpft, wir haben für die Bäuerinnenrente gekämpft – es gibt unglaublich viele Themen, die wir politisch besetzen.

Autorin: Und das alles machen die Frauen ehrenamtlich. Neben ihrem Job. Ohne Lohn. Für Ute Kerlen, sie ist Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Westfalen, ist auch die Verbindung von Land und Kirche besonders wichtig.

O-Ton: Ich bin über 40 Jahre ehrenamtlich tätig. Ich habe angefangen als Ortslandfrau bis hin zur Vizepräsidentin von Westfalen, ich bin Bindeglied gewesen lange Jahre zwischen Kirche und Land, zwischen Stadt und Land, in der Verbraucherpolitik aktiv, in der Argrarpolitik aktiv, bis hin zur Bundesebene. Das hat mir unglaublich viel Freude gemacht.

Autorin: In allem was Ute Kerlen tut, fühlt sie sich von einem Wort aus der Bibel getragen: Darin heißt es: Ich hebe meine Augen zu den Bergen. Woher kommt meine Hilfe? Meine Hilfe kommt von dem Ewigen, der Himmel und Erde gemacht hat.

O-Ton: Wir erleben das ja unglaublich intensiv, diesen Kreislauf der Jahreszeiten, so diese Erfahrung, dass immer jemand da ist, der die Dinge lenkt, der die Hand über uns hält, in guten und in schlechten Zeiten. Das war immer ein Wort für mich auch wenn ich vor schwierigen Aufgaben stand, so dieses: Der dich behütet, schläft nicht.

Autorin: Für ihr Engagement und ihre innovativen Ideen erhielt sie im Sommer einen Preis. Sie ist Landfrau des Jahres 2014. Das ehrt sie. Doch noch lieber hätte sie 47 Rentenpunkte – für jedes Jahr ihres ehrenamtlichen Engagements einen.– Das fände sie fair - bei so viel freiwilliger und erfolgreicher Arbeit: Weltweit kämpfen Frauen auf dem Land für bessere Bedingungen für sich und ihre Familien. In Afrika sind die Themen andere als bei uns in Deutschland. Aber was alle verbindet: Die Visionen von einer besseren und gerechteren Welt.

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