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Kirche in WDR 2 | 10.08.2016 | 05:55 Uhr

Laurentius und der Schatz der Kirche

Heute ist Laurentiustag. Das bedeutet es wird der Gedenktag des Heiligen Laurentius gefeiert. Der Name Laurentius bedeutet einfach übersetzt: der Mann der aus Laurentum kommt. Das ist ein Ort in Spanien, der heute Loret heißt.

Miniszene: „Loret kenn ich!!! „Loret de Mar, Loret Loret Loret de Mar.“

Äh nein der Heilige Laurentius kam aus einem völlig anderen Loret und er war es wirklich wert gefeiert zu werden. Denn: Laurentius hat den Schatz der Kirche gerettet und zwar in dem er den Schatz verteilte. Und das kam so: Laurentius war ein Diakon, das ist eine Art religiöser Sozialarbeiter, der im Rom des dritten Jahrhunderts für Papst Sixtus dem Zweiten gearbeitet hat.

Dieser Papst Sixtus II wurde durch den römischen Kaiser Valerian hingerichtet, weil zu Valerians Lieblingshobbys erstens Christenverfolgung und zweitens das Scheffeln von Geld gehörte. Und indem er Papst Sixtus II hinrichtete, erhoffte sich Kaiser Valerian, diese beide Leidenschaften zu vereinen: Er wollte nämlich die gesamten Reichtümer der christlichen Gemeinde in Rom an sich bringen.

Als Diakon verwaltete Laurentius die Finanzen der Gemeinde von Rom und der Kaiser gewährte im drei Tage Zeit die Schätze der Kirche an ihn zu übergeben.

Der heilige Laurentius aber nutzte die Zeit, und verteilte die Reichtümer unter den Armen und Bedürftigen Roms. Und als letzten Trick präsentierte er am dritten Tag dem Kaiser eben diese sozialschwachen und mittelosen Bürger Roms und sagte:

Miniszene „Diese hier. Die Armen und Kranken sind der wahre Schatz der Kirche!“

Diese Schätze haben dem Kaiser nicht so richtig gefallen und er hat den Laurentius daraufhin foltern und hinrichten lassen. Dadurch machte der Kaiser den Heiligen Laurentius zu einem der wichtigsten Heiligen der katholischen Kirche, dessen Bekanntheitsgrad wohl nur noch durch die Gottesmutter, den Hl. Martin und den Hl. Nikolaus übertroffen wird. Alle diese Heiligen haben eins gemeinsam. Sie sind durch ihren Einsatz für die Armen und Schwachen verehrt, geliebt und gefeiert worden.

Und jetzt mal Scherz beiseite: Sich für Arme und Schwache einzusetzen ist also schon immer die wichtigste Aufgabe für die Kirche und für alle Christen. Nicht aus Mitleid, sondern weil diese Menschen unschätzbar wertvoll sind, wie der heilige Laurentius sagt.

Und ich ertrage daher nur schwer solche Meldungen über steinreiche Bistümer wie München, Münster, Paderborn oder Köln. Weil immer die Frage im Raum steht, was mit diesen Milliarden Euro eigentlich gemacht wird. Wird genug für die Armen getan?

Andererseits halte ich nichts von den Forderungen, dass diese reichen Bistümer jetzt sofort all ihr Vermögen unter den Armen verteilen sollen, weil es auch eine Verantwortung für die Zukunft gibt. Geld zusammenzuhalten, um auch in der Zukunft helfen zu können finde ich völlig in Ordnung.

Wenn die Kirche und alle Christen es wieder schaffen würden, die Armen und Schwachen wirklich wie das Wichtigste überhaupt zu sehen und diese Menschen auch so zu behandeln, als wären sie die Größten, dann würden wir viel Glaubwürdigkeit zurück gewinnen. Und nicht nur wir würden den heiligen Laurentius feiern, sondern er würde auch uns feiern.

Copyright Vorschaubild: Zenodot Verlagsgesellschaft mbH GNU Free Documentation License wikipedia

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