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Kirche in WDR 5 | 25.04.2015 | 06:55 Uhr

Markustag

Guten Morgen!

Markus feiert heute Namenstag.

Jedes Jahr gibt es eine Hitliste der beliebtesten Vornamen. Lange Zeit kam der Name „Markus“ darin überhaupt nicht vor. Dann steigerte sich seine Beliebtheit, und er rangierte immer unter den zehn Besten. Inzwischen ist er wieder zurückgefallen. Marc, Marcello und Marco gehen auf ihn zurück. Selbst die Marcellas können sich auf Markus berufen. Showmaster Markus Lanz und Finanzminister Markus Söder sind prominente Namensträger. Aber auch Kardinal Marx und der Philosoph Marx sind in ihren Nachnamen Nachfahren des Markus. Es ist interessant, wie einer der ältesten christlichen Vornamen im 20. Jahrhundert modern geworden ist. Dabei wissen wir fast nichts über Markus. Ursprünglich hat sein Name mit einem römischen Gott zu tun. Wer sich Markus nannte, war dem Kriegsgott „Mars“ geweiht. Meistens wurden Männer, die im Monat März geboren wurden, so genannt. Mars, März und Markus haben eine gemeinsame Wurzel.

Der heilige Markus hat nichts mit Krieg zu tun. Nach Auffassung der Theologen hat er das erste Buch über Jesus geschrieben. Markus hat sich hingesetzt, die Erfahrungen mit Jesus Christus gesammelt und dann schriftlich verarbeitet. Auf diese Weise erfand er eine neue Buchform. Evangelium schrieb er über sein Buch. Die drei anderen Evangelisten haben für ihre Bücher ihn als Vorlage genommen. Sie schrieben ihn ab, ohne die Quelle anzugeben. Wenn man so will, sind sie die ersten, die ein biblisches Plagiat verfasst haben. Markus beginnt sein Buch mit dem öffentlichen Auftreten Jesu. Die letzten Seiten seines Buches behandeln die Kreuzigung, das Sterben und die Auferstehung Jesu. Jesus lebt, darauf läuft alles zu. Dennoch stimmt der Autor am Schluss keinen Triumphgesang an. Das Ereignis der Auferstehung wird ohne Jubelrufe erzählt. Der letzte Vers seines Werkes lässt mich sogar stutzen: Die Frauen verließen „das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt.“ Eigenartig, ich hätte am Ende seines Buches wirklich Anderes erwartet. Wir glauben doch an ein Happyend, das gebührend zu berücksichtigen wäre. Das neue Leben war ein außergewöhnliches Ereignis, das seinesgleichen sucht. Nein, kein Triumph, sondern Schrecken steht am Ende. Schon früh hat man den Schluss nicht verstanden. Mit Furcht wollte man die Geschichte Jesu nicht beenden. Deshalb hat ein anderer den Markus überarbeitet und ein versöhnliches Ende erzählt. Nicht Markus hat manipuliert, sondern diejenigen, die später Schrecken und Furcht ausradieren wollten. Bücher werden leider manchmal falsch bearbeitet.

Schrecken hin oder her: Ich gratuliere allen Namenstagskindern, auch wenn Namenstag kaum noch gefeiert wird. Ihr Tag erinnert jedes Jahr an ein grundlegendes Buch. Menschen brauchen Bücher, Christinnen und Christen brauchen das Buch der Bücher und heute besonders das Buch des heiligen Markus.

Ein gutes Wochenende mit einem guten Buch wünscht Ihnen Albert Damblon aus Mönchengladbach.

Dr.Albert Damblon, Albertusstr.48, 41061 Mönchengladbach

Copyright Vorschaubild: Evangelio según San Marcos flickr CCBY 2.0

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