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Kirche in WDR 2 | 21.09.2015 | 05:55 Uhr

„Mein Papst“

Seit einem halben Jahr gibt es „Mein Papst“ – eine Art Klatschblatt, das sich nur mit Papst Franziskus beschäftigt. Hier erfahren seine Fans alles über ihren Held. Wie er wohnt – natürlich bescheiden auf 60 m². Wo er gerade unterwegs war – zum Beispiel mit Regencape in Asien.

„Mein Papst“ berichtet über Franziskus, wie andere dieser Blättchen über Hollywood-Stars.

In der Mitte des Hefts gibt es sogar jeden Monat ein Poster. Darauf: Natürlich der Papst – und ein Zitat von ihm. Ich find das völlig abgefahren – aber: gut!

Was macht diesen Mann so spannend, dass ihm sogar eine ganze Illustrierte gewidmet wird? Selbst Brad Pitt hatte nie ein eigenes Klatschblatt – nicht mal zu seinen besten Zeiten.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht - mit Papst Franziskus. Vielleicht nervt Sie der ganze Hype um ihn. Ich allerdings muss gestehen: Ich gehöre auch zu seinen Groupies. Ich meine nicht, dass er erotisch ist oder so. Nein, es ist schon etwas anderes. Wenn ich etwas vom Papst lese oder Bilder von ihm angucke, dann muss ich unwillkürlich lächeln. Ich freue mich über diesen Papst. Weil er so menschlich ist, weil er Fehler in unserer Kirche benennt, aber auch selbst mal welche macht. Weil er lacht – und das ganz schön viel. Weil er so liebevoll auf Menschen zugeht und gleichzeitig nicht naiv ist.

Weil mit ihm katholisch sein so viel Spaß macht wie noch nie!

Wenn in der Frühstückspause das Gespräch auf den Papst kommt, wird die Luft entspannter. Endlich mal ein Thema, wo wir als Mitarbeiter der katholischen Kirche stolz sein können, dass wir dazu gehören. Das ist in der Regel nämlich nicht so – zu Recht, wie Sie vielleicht sagen.

Denn seitdem klar ist, wie schuldig sich unsere Kirche mit Missbrauchsfällen gemacht hat und welche Summen für irgendwelche Badewannen eines Bischofs ausgegeben wurden, ist ein Bekenntnis zum Katholischsein oft ziemlich unangenehm. Auf Partys überlege ich mir dreimal, mit wem ich über meinen Glauben und meinen Arbeitgeber spreche.

Verstehen Sie mich nicht falsch! Ich stehe dazu, dass ich katholisch bin, trotz aller Fehler, die meine Kirche macht. Meine Religion ist für mich Heimat – und zu Hause läuft es eben leider nicht immer perfekt.

Der Punkt ist nur: Mit Papst Franziskus lässt es sich leichter katholisch sein. Wenn der oberste Chef sympathisch ist, macht die Arbeit einfach mehr Spaß.

Ob es dafür ein eigenes Magazin für ihn braucht? Darüber lässt sich sicher streiten – vielleicht bei der nächsten Party.

Copyright Vorschaubild: Papst Republic of Korea CCBY - Sa 2.0 flickr

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