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Kirche in WDR 2 | 09.06.2015 | 05:55 Uhr

Mit ganzer Kraft

Autor: Frank Schauder ist Arzt. Neurologe. Und gleichzeitig sein eigener Patient. Denn seitdem eine schwere Depression sein komplettes Leben aus der Bahn wirft und ihn arbeitsunfähig macht, geht er dieser heimtückischen Krankheit auf besondere Weise auf den Grund. Im Rahmen der Filmdokumentation ´Das dunkle Gen´. Die Hauptrolle spielt Frank Schauder selbst.

Filmausschnitt (Presseclip 0:17 – 0:26): Hatten Sie jemals versucht, sich das Leben zu nehmen – Ja! – Wollten sie wirklich sterben. Ja!?

Autor: Jeder Mensch ist mal traurig oder hat schlechte Laune. Und länger andauernde Krisen kennt auch fast jeder. Aber das ist noch keine Depression. Erst wenn der Trübsinn einen Menschen langfristig völlig aus der Bahn wirft und das Gefühl der Hoffnungslosigkeit nicht mehr aufzuhören droht, wird das seelische Tief zur Krankheit. Das Rätsel, warum Menschen an Depressionen erkranken ist noch längst nicht vollständig gelöst und so blickt Frank Schauder mit Hilfe von Forschern in die eigenen Gene.

Filmausschnitt (Presseclip 1:12 – 1:26): Wenn ich ein Genom analysiere, dann finde ich normalerweise dreieinhalb Millionen Varianten. Das ist ein komplexes System und das findet alles innerhalb einer Zelle statt.

Autor: Ein komplexes Thema, dem sich Frank Schauder nicht nur rein wissenschaftlich, sondern auch kreativ und künstlerisch nähert. Gemeinsam mit seinem 16jährigen Sohn ist er unterwegs und um dessen Zukunft dreht sich auch seine große Sorge.

Filmausschnitt (Presseclip 0:38 – 0:49): Hast mal gedacht, dass du selber sowas hast, Depressionen? Dass du das vererbt bekommen kannst von mir?... Das ist eine schwierige Frage für mich, dass ich dir etwas vererbt habe, was ich dir nicht wünsche.

Autor: Ein beeindruckender Film, der, soviel sei verraten, nicht die Ursache einer Depression gänzlich aufklärt. Trotzdem hat die Reise von Frank Schauder Sinn gemacht. Denn die Beschäftigung mit Ängsten und Perspektiven trägt bei ihm tatsächlich zum Gesundwerden bei. ´Die DNA gibt dir die Karten fürs Leben. Was du dann daraus machst, ist deine Sache.´ - so sein Fazit.

Der Film und sein Thema beschäftigen mich. Als jemanden, der daran glaubt, dass wir Menschen von Gott geschaffen sind. Ist unsere Genzusammensetzung Zufall oder Bestimmung – oder sogar Begabung? Durch den Film komme ich der Antwort näher. ´Angenommen, ich wäre Gott.´ sagt Prof. Dr. Ivo Gut, der Direktor des Nationalen Genom-Analyse-Zentrums in Barcelona. ´ Das letzte, was ich tun würde: alles vorbauen. Nein, ich würde ein System bauen, das sich selbst entwickeln kann.

Das weckt Hoffnung: Einerseits hoffe ich sehr, dass der Schöpfer auch bei der Entwicklung noch das ein oder andere Auge darauf hat, wie die Menschen sich entwickeln und anderseits hoffe ich darauf, dass wir Menschen Depression in Zukunft noch genauer bestimmen und noch besser damit umgehen können.

´Das dunkle Gen´ läuft ab morgen in einigen deutschen Kinos. In NRW zum Beispiel in Köln, Düsseldorf oder Dortmund.

„Das dunkle Gen“, filmtank 2015.

Buch, Regie, Schnitt: Miriam Jakobs und Gerhard Schick

Idee und Recherche: Frank Schauder

Produzent: Thomas Tielsch

Presseclip: http://www.realfictionfilme.de/filme/das-dunkle-gen/index.php

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