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Kirche in WDR 4 | 16.01.2014 | 08:55 Uhr

Mönchengladbach – das ist mehr als Borussia.

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!

Ich komme aus Mönchengladbach. Und wenn ich im Urlaub meinen Wohnort ver-rate, werde ich sofort auf Borussia angesprochen. Zugegeben ich bin kein Fußballfan bin, aber auch mich macht es stolz, dass unsere Borussia auf einem so guten Platz in der Bundesliga überwintert hat.

Meine Heimat hat noch mehr zu bieten. So richtet Mönchengladbach in diesem Jahr eine Heiligtumsfahrt aus. Und das hat mit einem besonderen Tischtuch zu tun. Die meisten Hörerinnen und Hörer werden damit nichts anfangen: Wallfahrt, Heiligtümer – „heilige Knochen. Das klingt schon sehr katholisch und irgendwie passt es nicht unsere Zeit. Reliquien – das schmeckt nach Mittelalter, Ablasshandel und magischem Denken rund um die „Knöchelchen“, wie der Rheinländer auch sagt.. Und in manchen Städten sind die Kirchen voll damit. Evangelische Christinnen und Christen bleiben skeptisch. Martin Luther hat die Geschäfte mit den Reliquien zurecht kritisiert, und deshalb ist der Reliquienkult in der evangelischen Kirche verschwunden.

Dabei sind Reliquien nicht nur die Knöchelchen der Heiligen. In Mönchengladbach verehren die Menschen seit Jahrhunderten ein Stück des sogenannten Abendmahltuches. Es soll das Tuch sein, auf dem Jesus zu seinem Abschied Brot und Wein geteilt hat. Alle sieben Jahre wird es aus einem Schrein geholt, der in der ehemaligen Abteikirche steht. Ein fein gewebter Stoff, der nach Ansicht von Textilfachleuten sehr alt ist. Selbstverständlich fragen viele, ob der Zusammenhang stimme. Hat es wirklich auf dem Tisch gelegen, als Jesus sein Abschiedsfest feierte? Oder ist es ein böser Betrug? Keiner kann Antwort geben. Die Frage hängt in der Luft. Sicher ist nur, dass das Tuch vor 500 Jahren in unserer Stadt auftaucht und seitdem mit höchster Ehrfurcht behandelt wird. Für die Frommen war das Stück Tuch ein Hinweis auf Jesus Christus. Durch die Betrachtung des Abendmahltuches fühlten sie sich mit Jesus verbunden. Sie wussten, was sie waren: Christinnen und Christen oder modern ausgedrückt: Jesusfans. Die Trikots von Borussenspielern erzeugen ähnliche Gefühle. Jesus Christus steht im Mittelpunkt der kommenden Heiligtumsfahrt. Wir freuen uns, dass sich auch die evangelischen Christinnen und Christen unserer Stadt angesprochen fühlen. Sie wollen mitmachen, weil sie genauso wie die Katholiken Jesusfans sind. Solange es um Jesus geht, ziehen alle Christinnen und Christen an einem Strang. Es wird uns Christinnen und Christen gut tun, wenn wir zur Heiligtumsfahrt mit einer Stimme sprechen. Mit Jesus setzen wir uns für eine geschwisterliche Welt ein. Und alle die, die mit ihm nichts verbinden, werden hoffentlich neugierig und staunen über das einmütige Bekenntnis. Deshalb lade ich gerne zur Mönchengladbacher Heiligtumsfahrt ein. Merken Sie sich die Tage vom 13.Juni bis zum 19.Juni! Genau in einem halben Jahr ist nicht nur Fußballweltmeisterschaft, es ist auch Heiligtumsfahrt!

Einen guten Tag wünscht Ihnen Albert Damblon aus Mönchengladbach!

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