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Hörmal | 09.02.2014 | 07:45 Uhr

Nadeshda-Hoffnung

Autorin: Nadeshda ist russisch und heißt Hoffnung. Nadeshda – so heißt auch die Evangelische Beratungsstelle für Opfer von Menschenhandel. Corinna Dammeyer arbeitet dort als Diakonin. Die Frauen, die zu ihr nach Herford kommen, brauchen vor allem eins: Neue Hoffnung!

O-Ton: Wir hatten z.B. eine junge Bulgarin, die über Facebook einen anderen Bulgaren kennen gelernt hat, der lebt hier in Deutschland, ist hier verheiratet, der ihr aber gesagt hat, ich trenne mich von meiner Frau und dann werden wir hier zusammen leben.

Autorin: Er hat ihr das Blaue vom Himmel versprochen, und sie hat ihm vertraut. Denn sie war selbst gerade in einer Situation, in der sich für sie alles ändern sollte.

O- Ton: Er hat ihr Geschenke gemacht, das Ticket bezahlt und als er sie hier hin geholt hat, hat er sie im Grunde genommen sofort am ersten Abend vergewaltigt und am nächsten Abend ins Bordell gebracht.

Autorin: Corinna Dammeyer hört täglich unglaubliche Geschichten. Sie berät Frauen, die zu Opfern der Menschenhändler geworden sind. Laut einer Studie gab es zwischen 2008 und 2010 23.600 Opfer von Menschenhandel in Europa.

Der Studie nach hat die Zahl der Opfer weiter zugenommen, die Zahl der Verurteilungen von Menschenhändlern ging zurück.

O-Ton: Für uns ist einfach wichtig, dass differenziert auf die Problematik des Menschenhandels geguckt wird. Es gibt einfach Frauen, die sich entscheiden, in der Prostitution zu arbeiten und damit ihr Geld verdienen; auf der anderen Seite gibt es Frauen, die dazu gezwungen werden und ausgebeutet werden.

Autorin: Die meisten Frauen kommen derzeit aus Osteuropa. Sie hoffen im „goldenen Westen“ eine Arbeit zu finden. Dabei denken sie nicht an Prostitution. Mit ihren falschen Hoffnungen werden sie zur leichten Beute für Schlepper. Deshalb muss die Prävention und Aufklärung schon in den Heimatländern beginnen. Die Frauen der Beratungsstelle haben sich europaweit vernetzt und arbeiten eng mit anderen Institutionen in Bulgarien, Rumänien, Russland und sogar Nigeria zusammen. Damit es für die Frauen echte Hoffnung gibt. Nadeshda.

O-Ton: Die Evangelische Frauenhilfe hat sich immer für die Belange von Frauen eingesetzt. Das ist ihre ganz alte Tradition und sie ist immer weltoffen gewesen, um sich neuen Problematiken zu stellen und hat das als ihre Aufgabe angesehen und so haben wir Nadeshda vor 16 Jahren gegründet.

Autorin: Die Arbeit ist anstrengend, aber auch sehr erfüllend, sagt Corinna Dammeyer. Ein Psalm begleitet sie oft in Gedanken. Psalm 91 – da heißt es: „Gottes Engel haben den Auftrag, dich auf allen deinen Wegen zu bewahren. In der hohlen Hand tragen sie dich, damit dein Fuß nicht an einen Stein stoße“.

O-Ton: Das sehe ich als Nachfolge an. Das hat Jesus als Vorbild für uns gemacht, der hat sich gerade auch den Menschen zugewandt, denen immer Steine in den Weg gelegt worden sind. Für mich ist das eine Art von Nachfolge.

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