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Kirche in WDR 2 | 14.08.2014 | 05:55 Uhr

Nächstenliebe auf Sendung

Eigentlich dürfte es diesen Sender nicht geben. Nach allen Gesetzen des Marktes und der Quote ist dieses Radioprogramm völlige Verschwendung. Denn das hören nur ein paar Hundert Leute. Höchstens.

Aber seit bald 40 Jahren gibt es den Kölner Krankenhaussender. Im Hildegardiskrankenhaus, unweit der Uni, ist ein Team von 16 Freiwilligen auf Sendung. Und sie machen Radio für die Menschen, die hier im Krankenhaus liegen. Manche liegen länger, manche kürzer, manche kommen zur Geburt ihres Kindes, andere werden hier sterben.

Der Radiosender ist eine Art Krankenbesuch fürs Ohr – und deshalb finde ich es so großartig was die Macher des Kölner Krankenhaussenders da tun. Das Krankenhaus ist ja ein Ort, an dem keiner eigentlich sein möchte. Aufenthalt im Krankenhaus, das ist immer Ausnahmesituation im Lebensablauf, manchmal sogar mehr: eine Krise. Das Krankenhausradio will den Patienten etwas zurückgeben von dem, was am schwersten an so einen Ort zu bringen ist: Nämlich Normalität und auch sowas wie „Heimat“. Und dazu zählt: Musik. Die ist da enorm wichtig.

Denn der Sender ist nicht etwa eine Art „Apothekenzeitung zum Zuhören“. Hier geht es nicht um Krankheit, um Tipps zur Pflege und um neueste Berichte aus der Intensivstation. Hier wird besondere Musik gespielt. Musik, die die Hörer sich selber wünschen. Jeder kann seinen Musikwunsch ans Radioteam abgeben und so kommt ein Mix zustande, der individuell ist, wie es bei keinem anderen Radiosender der Fall ist. Das Studio ist im Hildegardiskrankenhaus unterm Dach angebracht und verfügt über eine stattliche Sammlung von Hits und auch von richtigen Plattenschätzchen, damit die Wünsche der Patienten auch wirklich erfüllt werden können.

Die Macher des Krankenhausradios sind echte Überzeugungstäter: Sie wissen, dass sie nicht vor großer Hörerschaft moderieren. Sie machen das alles umsonst. Einige arbeiten auch sonst hauptberuflich in der Radiobranche, aber sie sehen das als ihren Beitrag an, nach Dienstschluss auch etwas Ehrenamtliches zu tun. Ich finde, dieser Radiosender zeigt echt das Beste, was Radio leisten kann: Ein Begleiter zu sein für Menschen – gerade in schweren Stunden. Und: Diese Radiomacher zeigen mir, was Nächstenliebe ist: Selbstlos und verschwenderisch. Nächstenliebe ist da durch Menschen, die nicht gleich anfangen zu rechnen, sondern zuerst das Herz sprechen lassen.

Copyright Vorschaubild: Pixabay

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