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Kirche in WDR 2 | 03.07.2017 | 05:55 Uhr

Neid

Unangenehm dieses Gefühl.

Ausgesprochen unangenehm.

Es vergiftet Seelen, sägt an Freundschaften, spaltet Gesellschaften: Neid.

Wer ist das schon gerne: neidisch.

Bei kleinen Kindern ist die Sache ja noch zumeist offen und klar:

„Ich will auch. Ich auch.“

Nur - das wird mit dem Älterwerden und dem Alter ja nicht besser.

Oder? Klar, - mal abgesehen davon, dass es natürlich immer die Anderen sind, die neidisch sind.

Ich meine: Mir Neidgefühle einzugestehen, ist nicht so einfach.

Als Christ habe ich dann ja auch noch ein Problem mit dem neunten und zehnten Gebot der Zehn Gebote. Da steht:

Du sollst nicht begehren deines nächsten Haus.

Und:

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist.

Tja.

Blöd jetzt mit dem Neid, denn der setzt doch wohl genau diese Begehren voraus.

Also: Es hilft ja alles nichts.

Was da ist, ist da, was empfunden wird, wird empfunden und wenn ich neidisch bin, bin ich neidisch.

Dieses Gefühl nicht zu wollen oder falsch zu finden, ändert nun mal nichts an der Tatsache, dass es da ist.

Ich glaube: Um das Akzeptieren komme ich nicht herum. Als Christ glaube ich, dass Gott das auch so macht. Das sieht man ja an Jesus. Erst einmal akzeptieren.

Und mich dann daran erinnern, was das Ganze soll.

Mal angenommen, Neid zu fühlen wäre für etwas gut.

Na ja, wenn, - dann dafür vor mir selbst und - nach Möglichkeit dem Anderen – anzuerkennen, dass mir etwas fehlt.

Das ist ja schon mal was, sich das selbst einzugestehen. Fragen, ob ich das ändern kann und will,das kann ich mich dann später. Manchmal ja, manchmal nein:- würde ich sagen. Je nachdem. Ob die Veränderung mit Mühe oder Verzicht verbunden ist oder absolut unrealistisch. Das wiederum ist in der Regel ja leichter zu ertragen..

Bei der Sache mit den biblischen 10 Geboten reicht es nicht in der Lutherübersetzung zu lesen: Du sollst. Man muss verstehen, in welchen Zusammenhang Gott die Gebote erlassen hat. Es steht geschrieben „Denn ich bin ein eifernder Gott, der dich aus der Knechtschaft, aus Ägypten, geführt hat.“

Zuerst hat Gott sein Volk befreit, dann kommen die Zehn Gebote.

Der ursprüngliche hebräische Text lässt sich auch so übersetzen:

Du wirst nicht begehren deines nächsten Haus.

Und:

Du wirst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist.

„Du wirst nicht“, weil ich dich schon befreit habe, ist die Botschaft.

Neidisch bin ich trotzdem, - manchmal.

Und blöd fühlt sich das immer noch an.

Besser wird es, wenn ich mir das eingestehe und frage, ob ich daran etwas ändern kann und will und mich an meine Befreiung zu erinnern.

Vorausgesetzt: Ich brauche so etwas: wie Befreiung.

Jesus war schon da.

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