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katholisch

Hörmal | 01.12.2013 | 07:45 Uhr

Neues Gotteslob – dem Leben eine Melodie geben

The Beatles Complete – ist das Songbook, das mich in meiner Jugend begleitet hat. Erst vergangene Woche habe ich es noch einmal hervorgeholt, als die Nachricht kam, dass alte BBC-Aufnahmen der Beatles auf einer neuen CD erschienen sind. Songs wie „Let it be“, „Hey Jude” und „With a little help from my friends“ sind unvergessen für mich und immer noch ein Hit. Ob mit Gitarre oder Klavier – nachspielen war angesagt und vor allem mitsingen – eigentlich bis heute. Und – sie gehen unter die Haut: stimmen nachdenklich wie „Yesterday“ oder fröhlich wie „Ob-La-Di Ob-La-Da“. Die Beatles sprechen eben den Menschen aus dem Herzen und greifen auf, was sie bewegt.

Mein Beatles Complete Songbook stammt aus dem Jahr 1975, ist allerdings alles andere als der Titel sagt: komplett. Bis heute findet man unveröffentlichte Songs. Also wäre vielleicht mal eine Neuauflage nötig. Da sind sicherlich noch Schätze zu heben.

Übrigens: Mich hat noch ein anderes Songbook begleitet – seit meiner Jugend. Und es stammt ebenfalls aus dem Jahr 1975. Es ist das „Gotteslob“, das katholische Gesang- und Gebetbuch.

Zugegeben, die Lieder kommen nicht so flott daher wie bei den Beatles, aber menschlich anrühren tun sie auch: Texte und Melodien im Gotteslob versuchen Gefühlen und Sehnsüchten eine Stimme und eine Melodie zu geben. Manche Gesänge sind dabei zu echten Schlagern geworden wie „Großer Gott wir loben dich“ oder „Lobe den Herren“ – übrigens auch in der evangelischen Kirche. Aber das sind ja alles auch schon alte Klassiker.

Heute startet die Neuauflage des Gotteslobes – in vielen Bistümern liegt es schon aus. Mit der Überarbeitung wurde auch neueres geistliches Liedgut aufgenommen, was mich neugierig macht: welche Schätze gibt es da zu finden und was werden die neuen Schlager sein? Natürlich wird das Gotteslob nicht komplett alle kirchlichen Gesänge ob alt oder neu aufnehmen können, quasi als „Neues Gotteslob Complete“.

Aber wie sein Vorgänger geht das Gotteslob auf die vielen Lebenssituationen der Menschen ein: ihre Freude und ihre Trauer, ihre Liebe und ihr Schmerz, ihr Zweifel und ihre Hoffnung. Darin kommt es übrigens den Texten und Liedern der Beatles sehr nahe. Trotzdem gibt es einen Unterschied: Die Texte und Lieder im Gotteslob verstehen sich alle als eine Ansprache an Gott – was man bei den Beatlessongs nicht zwingend annehmen kann. Dennoch denke ich mir, dass Gott immer dann im Spiel ist, wenn es ganz um den Menschen geht. Wer weiß, vielleicht kommen dann einmal auch Beatlessongs ins Gotteslob wie zum Beispiel „Eleanor Rigby“, die für die vielen armen und einsamen Menschen steht, denen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Solche Songs im Gotteslob, das wär doch mal was – aber das passiert frühestens mit der nächsten Auflage.

Bis dahin hoffe ich, dass viele Lieder im neuen Gotteslob die Menschen begleiten werden durch Höhen und Tiefen in ihrem Leben. Und vielleicht werden sie ja auch Vertraute, weil sie dem Leben eine Stimme und eine Melodie vor Gott geben.

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