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Kirche in WDR 2 | 05.03.2016 | 05:55 Uhr

Ohnmächtig

Wie ich das hasse. Nichts tun zu können. Ohnmächtig sein. Ätzend. Abhängig von anderen. Mag ich überhaupt nicht. Sowas passt ja in der Regel mit dem Selbstbild nicht so optimal zusammen. Und: Wer will das schon? Eben. Nur: Haben Sie eine Ahnung, wie man da drum rum kommt? Um dieses Gefühl von Ohnmacht? Darum akzeptieren zu müssen, ohnmächtig zu sein? Irgendwie drum herum? Wüsste ich gerne. Ok. Man kann einiges probieren.

Sport ist super. Joggen macht den Kopf frei. Oder helfen. Immer in Aktion für andere. Tut gut. Oder viel arbeiten. Da werde ich gebraucht. Manche probieren es mit viel konsumieren: Menschen, Waren, Alkohol. Das lenkt ab, vorübergehend. Alles nicht so wirklich überzeugend. Weil zur Ohnmacht gehört, dass ich ohnmächtig bin, dass ich Menschen, Dinge, Zustände nicht ändern kann. Dass ich es nicht kann.

Weil ich nicht Gott bin. Sage keiner, das wäre so klar. Ich kriege ja sonst auch eine Menge geregelt. Und – leben wir nicht alle von Entwicklung, von Wachstum, von der Erweiterung unserer Möglichkeiten? Gut. Da gibt es diese lästige Sache mit dem Tod. Der setzt eine Grenze. Aber – wer weiß – wir sind ja weder am Ende unserer Möglichkeiten, noch aller Entdeckungen, hofft die Wissenschaft immer wieder. Na ja. Bis jetzt ist der Tod ziemlich wirklich. Und Krankheit. Und die Erfahrung nichts machen zu können, - und sei es, weil es alles - was auch immer – zu komplex ist. Ok. Nicht, dass ich falsch verstanden werde. Das hier ist keine Werbeveranstaltung dafür, die Hände in den Schoss zu legen. Keine Werbung für: Da kann man halt nichts machen. Mir geht es nicht darum, die Hände in den Schoss zu legen, sondern zum Himmel zu strecken. Wenn wirklich nichts zu machen ist. Von mir. Die Hände zum Himmel zu strecken, Gott meine ganze Ohnmacht zuzuschreien oder zuzuschweigen, wie auch immer. Jedenfalls Gott meine Ohnmacht zumuten. Und, wenn es denn irgend möglich ist, einem anderen Menschen, der dann hoffentlich keine Patentantworten hat, sondern nur da ist und zuhört und das aushält. Das macht die Ohnmacht nicht weg, aber erträglicher.

Es bleibt dabei: Manchmal ist es kaum auszuhalten. Gott kennt das. Ich erlebe: Gott kann mir helfen anzufangen, etwas zu akzeptieren, von dem ich mir nicht vorstellen konnte, es akzeptieren zu können. Wie ein Wunder. Nicht mit ganz viel Licht auf einmal. Eher wie ein Kerzenlicht. Es flackert manchmal, aber es wird heller.

Zumutungen zumuten. Gott und einem anderen Menschen. Licht machen. Irgendjemand, der das nicht braucht?

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