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Kirche in WDR 2 | 31.12.2015 | 05:55 Uhr

Paulus – Challenge für die Freiheit

Paulus aus der Bibel? Sollten sie kennen! Schon allein deswegen, weil er einem heute, am Tag der guten Vorsätze, mal sagen könnte, was wirkliche Challenges ausmacht.

Challenges anzunehmen – also: Herausforderungen – das war ja das Ding der letzten Jahre. Nachdem es in 2014 ein Kübel Eiswasser über den Kopf für einen guten Zweck war, wurde 2015 scheinbar so ziemlich jeder für jede mögliche Challenge nominiert: möglichst viele Peperoni in kurzer Zeit essen, alle Bücher von Jane Austen in einem Monat lesen, 5 peinliche Bilder von sich selbst posten. Oder im nächsten Jahr einen Marathon laufen. Oder einmal zu Fuß Deutschland durchqueren. Wer weiß, welche Gedanken heute am Silvesterabend für nächstes Jahr noch so kommen. Auf Facebook und Co. werden Sie es bald erfahren.

Aber für Paulus wäre das alles Kleinkram gewesen. Tausende Kilometer war er um das Mittelmeer unterwegs – in der heutigen Türkei, in Palästina, Griechenland und Italien, vielleicht auch noch in anderen Ländern und das meist zu Fuß. Er wollte den Menschen im damaligen römischen Reich die Frohe Botschaft seines Glaubens bringen. Überall erzählte Paulus, wie sich sein Leben durch den Glauben an Jesus Christus geändert hat. Obwohl er gesundheitlich und von seiner körperlichen Fitness her wohl nicht so gut drauf war, hat er trotzdem seine strapaziösen Reisen unter den damaligen Bedingungen vor 2000 Jahren so durchgezogen und schrieb darüber: „Ich war oft in Todesgefahr. (...) dreimal wurde ich mit Stöcken geschlagen, einmal gesteinigt. Dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht trieb ich auf hoher See. Ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch Flüsse, in Gefahr durch Räuber, (...) in Gefahr in Städten, in Gefahr in Wüsten, in Gefahr auf dem Meer, in Gefahr unter falschen Brüdern. Ich erduldete Mühsal und Plage, durchwachte viele Nächte, ertrug Hunger und Durst, häufiges Fasten, Frost und Blöße.“ So schreibt es Paulus in seinem zweiten Brief an die Korinther.

Gesetzt den Fall, Paulus war nicht verrückt: Warum tut er so etwas? Nun, Paulus war schon irgendwie besessen, besessen davon, die Frohe Botschaft Christi in die ganze bekannte Welt zu bringen. Das hat er mit vielen Predigten und vielen Briefen gemacht und nicht alles ist da leicht verständlich. Aber eins betont er immer wieder: Durch Jesus Christus sind wir zur Freiheit befreit, zu der Freiheit, unsere Mitmenschen so zu lieben wie uns selbst. Damit ist für ihn das Wichtigste gesagt.

Und bevor ich mich doch für nächstes Jahr nur wieder mit meiner persönlichen Challenge beauftrage, bis zum Sommer mal 5 Kilo abzunehmen, überlege ich zumindest auch, was ich nächstes Jahr für diese Frohe Botschaft tun kann. Ihnen in jedem Fall: ein ereignisreiches und gutes Jahr 2016!

Bildrechte: Paulus_im_Gefängnis_Staatsgalerie_Stuttgart_anagoria wikimedia

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