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Kirche in WDR 2 | 30.06.2017 | 05:55 Uhr

Paulus, der Fanatiker

Gestern war Peter und Paul. Hätte der Apostel Paulus heutzutage im IS gekämpft? Bis zu einem bestimmten Punkt wäre das vielleicht sogar möglich gewesen. Denn er war zweifelsohne ein religiöser Eiferer. Ja, er ist aus dem Holz geschnitzt, aus dem auch die Fanatiker sind. Er ist bis ans Ende Europas gegangen, um den Menschen von Christus zu erzählen. Das Christentum verdankt ihm viel. Aber bevor Paulus seinen Eifer zum Guten kanalisierte, war fanatisch und das heißt auch zerstörerisch. Paulus wurde aus religiösen Gründen gar zum Mörder, wie die Bibel ausführlich berichtet.

Als er sich noch Saulus nannte, hat er die Christen verfolgt. Ausgerechnet Stephanus musste dran glauben.

Die Bibel berichtet, dass in der jungen Gemeinde die Armen nicht gut beachtet wurden. Also wurde beschlossen, Diakone zu wählen, die sich um die Notleidenden kümmern, sollten. Einer von sieben Gewählten war Stephanus, der sich besonders engagierte. Auch er war auf seine Weise eifrig, aber im Guten. Und wie es manchmal besonders Eifrigen passiert: Stephanus wurde verleumdet, Gott gelästert zu haben und vor das Gericht geschleppt, den Hohen Rat. Dort redete er so eindrucksvoll, dass die aufgeputschte Volksmenge ihn aus der Stadt hinaustrieb und dort steinigte. Dann heißt es in der Bibel: "Saulus war mit dem Mord einverstanden." Er machte sich selbst die Finger nicht schmutzig sondern dirigierte den Mob aus dem Hintergrund. Ein white-collar-Mörder, einer mit weißem Kragen.

Wie geht es weiter? Saulus nimmt Christen gefangen und will sie nach Jerusalem bringen, um sie dort vor Gericht zu stellen. Vor der Stadt Damaskus, heute die Hauptstadt von Syrien, geschieht das sprichwörtliche Damaskuserlebnis. Er stürzt zu Boden, als ein Licht vom Himmel ihn umstrahlt. Er hört eine Stimme: "Ich bin Jesus, den Du verfolgst. Geh in die Stadt, dort wird dir gesagt, was du tun sollst". Drei Tage lang kann Saulus nicht sehen und ist wie gelähmt. Dann schickt Gott den Hananias zu Saulus, er legt ihm die Hände auf. Die Bibel berichtet: "Sofort fiel es wie Schuppen von seinen Augen, und er sah wieder!“ Er stand auf und ließ sich taufen.

Natürlich kann man spekulieren, dass es ein epileptischer. Anfall war, den Saulus erlebte. Das mag sein, es ist jedoch auf jeden Fall seine Lebenswende. Von jetzt an nennt er sich Paulus und wird zum wichtigsten Unterstützer der Christen, mit den gleichen Eifer, mit dem er sie vor seinem Damaskuserlebnis verfolgte.

Was war geschehen? Der Anfall vor Damaskus mag der eine Grund gewesen sein. Aber es ist noch mehr: Paulus ist jetzt nicht mehr fanatisch.

Er glaubt nicht mehr, dass er Gott durch seinen Eifer gefallen muss. Er muss sich vor Gott nicht mehr rechtfertigen.

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