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Kirche in WDR 2 | 26.10.2015 | 05:55 Uhr

Perfekt

Gratulation! Auf Kirche-in-WDR2 hören Sie gerade den besten Beitrag ihres Lebens. Er birgt viel Weisheit, ist unterhaltsam, intelligent und voller Geisteskraft. Diese Worte werden ihren Start in den Tag beflügeln, ihre bisherigen Vorstellungen von Kirche ins Wanken bringen und ihr Leben auf unbestimmte Zeit bereichern. Sie werden nach diesen drei Minuten nicht mehr dieselben sein.

Zu dick aufgetragen? Ja, auf jeden Fall und außerdem arrogant so etwas von den eigenen Worten zu behaupten. Ganz so schlimm ist es um meine Arroganz nicht bestellt, aber richtig freimachen kann ich mich auch nicht immer von diesem Gefühl. Halten Sie sich selbst für arrogant? Vermutlich eher nicht. Dafür kennen Sie umso mehr Menschen aus Ihrem Umfeld, die es sind. Dieses Ergebnis ist normal. Selbst wenn wir uns dabei erwischen, wie wir uns über andere gedanklich erheben, fällt uns direkt jemand ein, der viel arroganter ist.

Wenn wir diese Eigenschaften bei anderen beobachten, finden wir sie nervend und unangebracht. Bei uns selbst sind wir gnädiger. Dabei kann sich niemand davon freimachen. Arroganz fragt nicht nach dem Alter, dem Geschlecht oder der Nationalität. Und wenn wir uns nicht alleine überlegen fühlen, dann vielleicht in der Gruppe, zu der wir gehören, denn es gibt auch die Arroganz der Gruppe. Ganz egal, ob Fußball-Fanclub, beste Cover-Band der Welt oder ein Bibelkreis in einer Kirchengemeinde.

Die Menschheit neigte noch nie zu Bescheidenheit, doch so selbstüberzeugt wie die gegenwärtige Generation war keine zuvor, klagen Psychologen und machen die sozialen Medien mit dafür verantwortlich. Um von sich selbst überzeugt zu sein, braucht man Vergleichswerte. Welches Handy, welchen Bildungsabschluss, welches Auto hat wer? Im Netz kann man sich wunderbar darstellen und vergleichen.

Für die Menschen, die der Hochmut ihres Gegenübers trifft, ist er verletzend. Für den, der die Überlegenheit zur Schau trägt, verursacht die Arroganz allerdings ein gutes Gefühl. Denn das geflügelte Wort, dass uns etwas zu Kopf gestiegen ist, beschreibt auch einen chemischen Prozess. Die Hormonmischung in unserem Körper verändert sich und bestimmte Botenstoffe steigen an. Der Hormoncocktail von Serotonin und Dopamin steigert das glücksspendende Gefühl der Selbstsicherheit. Die Folge: Wir fühlen uns überlegen, riskieren viel und schätzen die Situation falsch ein!

Menschen, die sich für den größten Glücksfall der Geschichte halten und sich aus dieser Haltung besondere Vorrechte herausnehmen, sollten wir sofort liebevoll aber deutlich auf die Fehleinschätzung hinweisen. Viel zu selten tun wir das. Die größten Denkmäler haben arrogante, machthungrige Männer bekommen. Arroganz ist das unpassendste Gefühl überhaupt und die Folgen dieser egozentrischen Protzigkeit sind Gewalt, Schikanieren von Schwächeren und Habsucht.

Wer arrogant ist, hat was Wesentliches nicht verstanden. Es gibt keinen Grund, den Kopf hoch zu tragen, denn die Dinge im Leben, die wirklich wichtig sind, haben wir uns nicht verdient. Sie sind uns zugefallen, waren ein Geschenk. Dass wir geboren wurden, wie wir aussehen, dass wir an diesem Ort leben und in dieser Zeit, diese Kinder bekamen und den Menschen begegneten, die wir heute lieben, unsere Gesundheit, unser Alter. Alles nicht selbst gemacht. Himmeln wir also nicht uns an, sondern den, dem wir dies alles verdanken.

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