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Kirche in WDR 2 | 10.10.2014 | 05:55 Uhr

Perfekte Menschen?

"Meide den Kontakt mit Verlierern, das macht Dich selber schwach", sagt eine amerikanische Body-Building-Meisterin. "Schöne Menschen in schöner Umgebung; das läuft immer", heißt es bei dem Privatsender aus Köln.

Dagegen schreibt Jürgen Wiebicke, der jeden Freitag um 20 Uhr in WDR 5 das philosophische Radio moderiert. Er sagt: "Die Gesellschaft akzeptiert uns nur, wenn wir topfit sind oder tot",

Ein starker Satz. Es geht darum dass immer weniger akzeptieren, wenn Menschen behindert, sterbenskrank oder sozial nicht Mainstream sind. Deutlich wird die Problemlage in der Diskussion um die aktive Sterbehilfe oder bei der Frage, ob Menschen mit Down-Syndrom das Licht der Welt erblicken dürfen.

Sind wir nur okay, wenn wir wenig. Unterhaut-Fettgewebe haben, durchtrainiert und leistungsstark sind, sozusagen makellos?

Jürgen Wiebicke geht es darum, die Menschenwürde gerade der Schwachen zu schützen. Sein neues Buch hat den Titel: "Dürfen wir so bleiben, wie wir sind?". Eine gute Frage. Träumen wir vom perfekten Menschen, vielleicht das Produkt biochemischer Wissenschaft? Sollen wir uns von lebensunwertem Leben trennen?

Für Christen ist klar, dass jeder Mensch mehr wert ist als alles Gold der Welt. Für Jesus waren gerade die Kleinen, Schwachen. und Behinderten die wichtigsten. Er hat sie geheilt, weil er sie wahrgenommen hat. Mehr ist nicht nötig. Inklusion statt Exklusion. Der Krüppel am Teich Betesda wartet tatsächlich 38 Jahre, 38 Jahre, bis ihn einer anschaut und ihm in das heilende Wasser. hilft.

Wer in den Himmel will, sollte das auch tun. Denn nach dem Evangelium in Matthäus 25 kommt es nicht darauf an, ob man zum Sonntagsgottesdienst ging, Kerzen im Dom anzündete oder den Rosenkranz betete. Es heißt lapidar: Ich war nackt, auf der Flucht, im Gefängnis, durstig, hungrig, krank. Was hast Du getan? Was ihr einem dieser armen Kleinen getan habt, habt ihr mir getan, sagt Christus am Ende der Zeit.

Teresa von Avila hat vor fast 500 Jahren gesagt:. "Ob wir Gott lieben, wissen wir nie in unserem Leben ganz genau. Ob wir unseren Nächsten lieben, merkt man jeden Tag". Knapper noch sagt es Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es".

Copyright Vorschaubild: Public Domain CCO Pixabay

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