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Kirche in WDR 3 | 07.06.2014 | 07:50 Uhr

Pfingsten

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!

Morgen und übermorgen feiern die Christen auf der ganzen Welt Geburtstag. Denn das Pfingstfest ist das Geburtsfest der Kirche. Und obwohl es so wichtig ist, ist es vielleicht das unbekannteste unter den großen Festen der Christen

An Pfingsten feiern wir die Sendung des Hl. Geistes. Und der Hl. Geist ist es, der die Kirche zum Leben erweckt und am Leben erhält. Der Glaube der Christen ist, dass dieser Geist das Werk Jesu fortsetzt. Er ist sozusagen die beständige Brücke Gottes in das Herz eines jeden Menschen. Der Apostel Paulus formuliert dies so: „Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Hl. Geist, der uns ge-geben ist. (Röm 5,5).

Wie kann man sich das vorstellen, was an Pfingsten geschehen ist und wovon Paulus schreibt?

Wenn ich in der Apostelgeschichte die Schilderung des Pfingstereignisses lese, dann klingt das einigermaßen spektakulär. Dieselben Jünger, die einige Wochen zuvor aus Angst ihren Herrn verleugnet oder verraten haben, gehen nun auf die Straßen. Und sie verkünden voller Freude den Auferstandenen und sprechen von seiner Freundschaft mit uns. Resignation, Ängstlichkeit und Verzagtheit sind buchstäblich weggepustet.

Zugleich wird von einem regelrechten Wunder berichtet: Die Worte der Apostel wer-den von Menschen aller Sprachen und Nationen verstanden.

Ein Zeichen dafür: Diese Botschaft ist eine Botschaft, die alle angeht und jeden be-trifft. Das ist die Geburt dessen, was wir heute die Kirche und ihre Sendung nennen. Aber es geht um noch mehr. An Pfingsten reicht Gott uns Menschen die Hand der Freundschaft und Liebe. Diese Hand zu ergreifen, bedeutet Ja zu sagen zu einer Freundschaft, die persönlicher und intimer kaum zu denken ist. Doch manche haben geradezu Angst vor dieser Nähe Gottes. Sie könnte mich verändern, sie könnte mich herausfordern, neue Wege zu gehen und alte zu verlassen.

Wenn ich hier aus eigener Erfahrung sprechen darf: Wenn ich dem großen Gott mein kleines Herz auch nur einen Spalt weit öffne und ihm Gelegenheit gebe, dort Einzug zu halten, dann tut er alles weitere. Er führt mich behutsam und überfordert mich nicht. Er hilft mir, das, was in mir steckt, zu entfalten und ganz Ich selbst zu werden. Nein, die Freundschaft Gottes entfremdet mich nicht von mir. Im Gegenteil: Sie hilft mir, mich zu finden.

Dabei wirkt der Hl. Geist sehr diskret und unauffällig: Überall wo es gelingt, ein wenig Liebe zu zeigen, Freundschaften zu erhalten, ein kurzes Gebet zu sprechen oder auch etwas Schlechtes zu meiden, ist er bereits am Werk. Der Hl. Geist ist viel aktiver als viele meinen. Überall, wo sich Freude, Gerechtigkeit und Frieden entfaltet, ist der Hl. Geist am wirken. Es mag zwar Menschen geben, die von allen guten Geistern verlassen sind. Aber es gibt auch sehr viele, die einfach gut sind – und, weiß Gott, nicht nur unter den Christen. Auf den Hl. Geist ist Verlass!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Pfingstfest, die Kraft des Hl. Geistes, der Ihnen eine lebendige Brücke zu Gott sei und damit zu Glück, Liebe, Freundschaft und Versöhnung. Ihr Weihbischof Dominikus Schwaderlapp aus Köln.

(Copyright Vorschaubild: cyg9001 CC0 Public Domain Pixabay)

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