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Kirche in WDR 2 | 26.03.2014 | 05:55 Uhr

Religiöse Funklöcher

„Gottverlassene Käffer“, „gottlose Angelegenheiten“, „gottverdammte Situationen“: wenn ich auf unsere Sprache schaue, scheint Gott oft abhanden gekommen zu sein. So eine Art „religiöses Funkloch“. Mit einer möglichen Gegenwart Gottes dagegen rechnen wir im Allgemeinen viel weniger. Aber vielleicht stecken dahinter Erfahrungen. Das Gefühl der „Gottlosigkeit“ ist für viele Menschen eine Prüfung. Für manche eine Lebensthema.

Ich selbst hatte auch schon mal das Gefühl gottlos oder gottverlassen zu sein. „Er“ war mir – wie man in Westfalen sagt – weggekommen.

Da schlug eine tödliche Krankheit zu – mitten in meiner Familie.

Gute Freunde meinten: Das passiert nun ausgerechnet euch, wo ihr doch so engagiert seid und regelmäßig zur Kirche geht. Einen Gott, der so etwas mit euch macht, den kann es doch gar nicht geben.

Gott scheint also nur noch für das Schreckliche im Leben verantwortlich zu sein; so fühlte und dachte ich. mir schien: Für das Glück und das Gute bin ich dann wohl selbst zuständig.

Nicht nur ich habe eine solche Zeit erlebt.

Wo Wohlstand und Harmonie herrschen, ist Gott wie eine guter Versicherungsabschluss: man ist versichert, weiß aber nicht mal mehr wann und wo man die Versicherungsunterlagen abgeheftet hat.

In Zeiten von persönlichem Wohlstand und einigermaßener Glückseligkeit hab ich noch nie jemanden sagen hören: „Es muss einen Gott geben, dass es uns so gut geht.“

Doch zurück zu meiner Lebensphase, als ich mich gottverlassen fühlte und ich ihn genau da nicht finden konnte, wo er normalerweise und grundsätzlich sein müsste. Ob Sie es glauben oder nicht, ich habe ihn in der Kirche und im Gottesdienst gesucht: Da war er nicht. Die Predigt passte nicht auf meine Lebenssituation und der Pfarrer war mir nicht sympathisch. „Da, wo Gott drauf stand, war Gott nicht drin“, dachte und fühlte ich.

Wo also konnte Gott geblieben sein in meiner gottlosen und gottverlassenen Situation? Wer das schon mal erlebt hat, weiß, wie verzweifelt einen das macht.

Was half da weiter? Eine systematische Suche? Doch ist Gott von seinem Wesen her systematisch? Ich überließ es also meinem ganz persönlichen Leben, was als nächstes geschehen würde.

Einige Wochen danach traf ich gleich auf mehrere Menschen, die sich mein gottverlassenes Elend anhörten und für mich da waren. Da spürte ich, dass “Er“ wieder da war, das „Er“ sich für mich interessierte. Gott wirkt wohl nur ganz selten direkt „von oben“ – er wirkt durch Begegnungen. Und: auch in der Natur.

Dieses Gespür für Gott hatte ich später auch wieder gewonnen.

Es bleibt aber doch die Frage:

Wo war „Er“ wohl die ganze Zeit gewesen? Gibt es so etwas wie religiöse Funklöcher?

Ich weiß es nicht wirklich!

Aber für mich ist klar geworden: In den Begegnungen oder in der Natur wie bei einem beeindruckenden Sonnenaufgang scheint er mir auf. Und ich kann dann oft nicht anders als zu mir sagen: Ja! Es kann und es muss einen Gott geben, dass „Er“ so etwas zulässt!

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