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Kirche in WDR 5 | 02.04.2016 | 06:55 Uhr

Schutzengel

Guten Morgen! Voller Schwung fahre ich die Straße entlang, komme an eine Kreuzung, fahre weiter und sehe auf einmal ein Auto von rechts kommen. Auch mit Schwung. Es bremst. Fährt nicht weiter und ich begreife. Hier galt rechts vor links. Ich habe gerad einem die Vorfahrt genommen. Gott sei Dank ist nichts passiert.

In solchen Momenten fällt mir die Rede vom Schutzengel ein. Und ich verstehe, dass Christen und Menschen, die vom Glauben an Gott wenig oder gar nichts halten, doch hin und wieder an Schutzengel glauben.

Schutzengel wünschen sich Eltern für ihre Kinder. Entscheiden sie sich, ihr Kind taufen zu lassen, dann suchen ganz viele als Taufspruch für ihr Kind diesen Vers aus einem alten Gebet aus: Der Herr hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen. Dass sie dich auf Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einem Stein stoßest. (Psalm 91,11f)

Dabei stoßen kleine und größere Kinder sich ganz häufig, nicht nur an herumliegenden Steinen, auch an Stühlen oder Tischen, sie rennen gegen Türen, sie fallen vom Fahrrad und stürzen beim Sport. Immer wieder kommen Kinder mit kleinen Wunden und größeren Verletzungen nach Hause. Niemand hat sie davor bewahrt. Oft lernen sie dadurch sogar, vorsichtiger zu sein. Und wenn das Knie blutet oder die Schramme brennt, dann hilft ein tröstendes Wort, ein Pflaster und eine Geschichte, die so spannend ist, dass das Kind den Schmerz beim Zuhören vergisst.

Das heißt nun nicht, dass der Taufspruch keinen Sinn macht. Wenn Eltern ihn auswählen, dann wünschen sie sich vor allem, dass ihr Kind vor schlimmerem Schmerz und Absturz, vor Enttäuschung und Fehlverhalten bewahrt wird. Deshalb hoffen sie auf Schutzengel. Gleichzeitig üben sie schon bei der Taufe, ihr Kind loszulassen und in Gottes Arme zu legen. Das passiert so: Meist hält ein Pate oder eine Patin das Kind über das Taufbecken. Ihre Hände und Arme stehen für Jesu Hände und Arme. In seine Hände können die Eltern ihr Kind vertrauensvoll abgeben. Er hat seinen Freunden gesagt: Tauft die Menschen in aller Welt, erzählt ihnen, wie ich gelebt habe. Fürchtet euch nicht. Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.

Jesus verspricht kein Leben ohne Schmerz, Verlust und Enttäuschung. Er hat gezeigt, wie man in dieser Welt voller Streit und schwieriger Situationen leben kann, und er verspricht, immer da zu sein, niemanden alleinzulassen, egal wie groß die Not auch ist. „Ich bin bei dir, wenn Mama den Schmerz wegpustet oder Papa eine spannende Geschichte erzählt,“ sagt er, „Ich bin bei dir, wenn eine Kollegin dich freundlich ermahnt und dir eine neue Chance gibt, ich bin bei dir, wenn ein unsichtbarer Schutzengel das Auto, das von rechts kommt, noch anhält, der Fahrer dich zwar bestürzt anschaut, du aber weiterfahren kannst, nachdenklich, vorsichtiger und mit dem festen Vorsatz: „rechts vor links, das will ich nicht vergessen.“

Seien Sie selbst Schutzengel heute und lassen Sie sich schützen von Gott und seinen Menschenkindern, Einen guten Tag wünscht Ihnen Pfarrerin Kathrin Koppe-Bäumer aus Meschede.

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