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Kirche in WDR 3 | 02.10.2017 | 07:50 Uhr

Schutzengel

Guten Morgen!

Heute denkt die katholische Kirche an die Schutzengel und ehrt sie. In der kirchlichen Verkündigung kommen sie seltener vor als in den Buchläden und auf Spruchkarten. Die Engel sind Boten Gottes – so wäre die Übersetzung ihres Namens – und sie zu ehren heißt, den zu ehren, der sie gesandt hat. Eben Gott selbst.

Nach den nüchtern aufklärerischen Phasen in der Kirche passen heutzutage die Engel wieder in den Himmel der Menschen, wo sie nie aufgehört haben zu sein. Im Buch Exodus (23,20) sagt Gott zum Menschen: „Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen … in ihm ist mein Name gegenwärtig.“

Was für ein tröstlicher Gedanke: da ist ein Wesen, das zu meinem Schutz ausgesandt ist. Wenn ich auf ihn achte, führt er mich zum Ziel meines Lebens, das mir selbst nicht immer klar ist. In ihm ist Gott selbst gegenwärtig, - Gott, der die Liebe ist.

Vielleicht kennen Sie Harry Potter. Und ich gestehe: Die Bücher gehören zu meiner Lieblingslektüre. Man kann sieben Bände hindurch das Erwachsenwerden dieses Jungen miterleben. Als einjähriges Kind überlebt Harry Potter den Todesfluch des mächtigen bösen Zauberers, der ihn zusammen mit seinen Eltern töten will. Die Eltern sterben und der Kleine wird seinen Verwandten übergeben, dass sie ihn aufziehen. In dieser Familie erfährt er keinerlei Liebe sondern nur Schikane. Erst ab dem elften Lebensjahr begegnet er wieder der Zaubererwelt und wird in die Zaubererschule in Hogwarts aufgenommen. In den ersten Bänden taucht immer wieder die Frage auf, wie das geschehen konnte, dass er nicht nur den Fluch des Bösen überstanden hat, sondern dass sogar dieser Todesfluch auf den bösen Zauberer selbst zurückfiel und ihn fast zerstörte. Professor Dumbledor, der Schulleiter dieser Zaubererschule und ein mächtiger guter Zauberer, erklärt es Harry später so: Als der böse Lord Voldemort ihn töten wollte, hat sich seine Mutter vor ihn gestellt und den Zauberer angefleht, doch sie zu töten und nicht das Kind. Diese Liebe der Mutter, die sich für das Kind hingibt, legt um den Kleinen einen Schutz, den der böse Zauber nicht durchbrechen kann. Und genau diese Liebe, zu der Harry heranreift, ist auch später der Grund, warum er den Zauberer besiegen kann.

Joanne K. Rowling zeichnet in ihrer Sprache in der fantastischen Geschichte von Harry Potter ein wunderbares Bild für Schutzengel. Gott selbst ist es, der uns so sehr liebt, dass er sich für uns hingibt – für jeden Menschen. Seine Liebe umgibt uns wie ein Schutz. Und dieser Schutz ist nichts anderes als ein Liebesgedanke Gottes, der uns gilt.

Das bedeutet nicht, dass kein Leid uns treffen kann, kein Unfall uns aus der Bahn werfen und keine Gewalt anderer uns verletzen kann. Es bedeutet vielmehr, dass wir in allem Leid, in allem Unglück und aller Verletztheit nicht untergehen, sondern die Liebe Gottes um uns bleibt und uns auf dem Weg weiterführt.

Dass Sie sich heute in dieser Liebe Gottes aufgehoben wissen, wünscht Ihnen Sr. Ancilla Röttger aus Münster.

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