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Das Geistliche Wort | 29.04.2018 | 08:35 Uhr

Sehnsucht nach Heimat

Autor: „Wir lieben Heimat“. So titelte vor kurzem eine Düsseldorfer Tageszeitung wochenlang mit Berichten über „Menschen und Orte, die unsere rheinische Heimat so besonders machen“. Lange war der Begriff verpönt, jetzt ist er in aller Munde – nicht zuletzt durch die Heimatministerien auf Landes- und auf Bundesebene. Pegida und AFD-Sympathisanten applaudieren. Glücklicherweise nicht nur sie.

O-Ton 1 Steinmeier: Ich bin überzeugt, wer sich nach Heimat sehnt, der ist nicht von gestern. Im Gegenteil: je schneller die Welt sich um sich dreht, desto größer wird eben die Sehnsucht nach Heimat, dorthin, wo ich mich auskenne.

Autor: So Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede zum Tag der deutschen Einheit im vergangenen Jahr. Woher kommt sie, diese Sehnsucht und wohin führt sie? Pfarrer Dietmar Silbersiepe aus Erkrath-Hochdahl hat sich auf die Suche nach Antworten begeben und dabei mit anderen gesprochen, etwa dem Kabarettisten und Autor Frank Goosen.

O-Ton Frank Goosen: Ich wohn immer noch in Bochum.

Musik 1: Bochum, CD: Herbert Grönemeyer - live, Track 10, Musik, Text, Interpret: Herbert Grönemeyer, LC 0193, Electrola (EMI) -

Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, ist es besser, viel besser, als man glaubt, tief im Westen.

O-Ton Frank Goosen: Ja, Heimat is‘n wichtiger Bezugspunkt für mich, das ist da, wo ich mich auskenne, das ist da, wo ich nich nach’m Weg fragen muss weder im konkreten noch im übertragenen Sinne.

Autor: Vertrautsein also mit einem Ort, mit Straßen und Bäumen, Flüssen und Seen, der Kneipe an der Ecke. Vertrautsein auch mit Menschen.

O-Ton Frank Goosen: Wenn man’s so’n bisschen von der idealen Warte aus betrachtet, ist es so, dass im Ruhrgebiet ja durch das sehr starke Zusammengehörigkeitsgefühl der Arbeiter im Bergbau tatsächlich lange Jahrzehnte so’n Solidaritätsgefühl überlebt hat. Also dieses Ding, dass man sich unternander hilft, das ist ne Sache, die ich immer erlebt habe, so als Kind hab ich die Erwachsenen dabei beobachtet, wenn’s um den Schrebbergarten ging, da liefen immer genug rum, der eine konnte mauern, mein Vater war Elektriker, der nächste konnte tapezieren. Also, die ham‘ kein Handwerker angerufen, weil die sich untereinander alle geholfen haben, die haben ganze Häuser so hochgezogen, und das ist schon ein Kennzeichen dieser Gegend.

Autor: Und was für ein Glück, wenn das heimatliche Zusammengehörigkeitsgefühl vor Menschen anderer Herkunft und Nationalität nicht haltmacht.

O-Ton Frank Goosen: Heimat hat ganz viel mit der Gegend zu tun, klar, vor allem is Heimat aber eben auch ein Gefühl, das einschließen, also zusammenführen soll und nicht ausschließen soll. Das ist ja das Problematische am alten Heimatbegriff: das ist meine Heimat, aber da hast du nix zu suchen, wenn du zum Beispiel nicht von hier bist. Das ist ein Heimatbegriff, den in meiner Generation eigentlich alle ablehnen würden.

Das Ruhrgebiet war eben als Anziehungspunkt für Arbeitskräfte immer unter ‘nem Druck des ewigen Wandels, auch des demographischen Wandels, und da kann man schon ne Menge studieren, was anderen Gegenden bevorsteht, gerade was eben das Miteinander der Kulturen angeht.

Autor: Dunya Hayali ist eine Frau aus dem international durchmischten Gebiet zwischen Oberhausen und Dortmund. Dass ausgerechnet sie mit Hasskommentaren der schlimmsten Art leben muss, ist für sie selbst und für viele andere - nicht nur im Ruhrgebiet - verstörend und beängstigend.

O-Ton Dunja Hayali: Es macht was mit einem, wenn man aufgefordert wird, sich bitte von Muslimen im Irak vergewaltigen zu lassen, damit man endlich mal weiß, was Deutschland doch für ein ach so tolles Land ist.

Autor: Solche Sätze muss sie wohl ertragen, weil sie aussieht, wie sie aussieht, weil ihr Name fremd klingt und weil sie sich für das Miteinander der Menschen und der Kulturen einsetzt. Dunya Hayali ist Journalistin und Fernsehmoderatorin. Ihre christlichen Eltern stammen aus dem Irak, sie selber ist Mitte der Siebziger in Datteln geboren und aufgewachsen.

O-Ton Dunja Hayali: Wenn einem gesagt wird, dass man keinen Anspruch auf diese Heimat hat, kann es einem schon den Boden unter den Füßen wegziehen im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich habe ich eine emotionale Bindung zu dem Land, aus dem meine Eltern kommen, also dem Irak. Dort liegen meine Wurzeln. Deshalb nenne ich den Irak ebenfalls Heimat.

Autor: Doch ihre erste Heimat ist und bleibt Deutschland – stellt sie unmissverständlich klar. Vor einigen Wochen sprach sie im Staatsschauspiel Dresden im Rahmen der Vortragsreihe „Dresdner Reden“.

O-Ton Dunja Hayali: Meine Heimat ist Datteln. Dort bin ich geboren. Meine Heimat ist Köln. Dort bin ich im Studium flügge geworden. Meine Heimat ist Berlin. Dort lebe und arbeite ich. Ich bin durch und durch deutsch, abgesehen von meiner Unpünktlichkeit.

Autor: Und sie ist durch und durch engagiert im Kampf gegen den Rechtspopulismus, für den Heimat identisch ist mit Nation und Vaterland.

O-Ton Dunja Hayali: Es ist eine zerstörerische Bewegung, die Kraft und die Wirkung hat. Selbsternannte Heimatbeschützer kriechen in unsere Köpfe und fummeln an den Schaltern rum. Sie missbrauchen den wunderbaren Begriff Heimat als Chiffre für Ausgrenzung. In gewissen Kreisen funktioniert Heimat als Symbol für eine geschlossene Gesellschaft.

Autor: Deutschland den Deutschen, Polen den Polen, Ungarn den Ungarn, den Türken die Türkei! Nein, sagt Dunja Hayali, und nein sagt auch der Bundespräsident.

O-Ton Steinmeier: Die Sehnsucht nach Heimat dürfen wir nicht denen überlassen, die Heimat konstruieren als ein „wir gegen die“, als Blödsinn von Blut und Boden.

Autor: Lange Zeit war auch im biblischen Israel die Haltung des „Wir-gegen-Die“ an der Tagesordnung. Der Glaube, von Gott erwählt zu sein, führte zu Abgrenzung und Ausgrenzung von anderen. Dabei finden sich in der Bibel seit jeher zahlreiche Geschichten von Menschen auf der Flucht und von offenen Gesellschaften, in denen sie Zuflucht und Heimat finden: der Wirtschaftsflüchtling Abraham mit seinen Nachkommen, den Israeliten, findet Zuflucht in Ägypten, Mose in Arabien, Jakob in Syrien. Ruth aus Jordanien, damals Moab, findet Zuflucht in Israel wie viele andere aus den umliegenden Ländern auch. Diese menschlichen Erfahrungen führten dazu, dass den Tendenzen des „Wir-gegen-Die“ das Gebot der Nächstenliebe entgegengehalten wurde, das besonders für die Fremden gelten sollte.

SprecherIn: Die Bibel, drittes Buch Mose: „Unterdrückt nicht die Fremden, die bei euch im Land leben. Sie sollen euch wie Einheimische gelten. Jeder von euch soll seinen fremden Mitbürger lieben wie sich selbst. Denkt daran, dass auch ihr in Ägypten Fremde gewesen seid. Ich bin der Herr, euer Gott“.

Autor: Wir Christen glauben: Hier spricht der Gott aller Menschen. Wir alle sind von ihm gewollt und geschaffen als seine geliebten Gegenüber, ihm zum Bilde, als Mann und als Frau, nicht als Deutscher oder Türke, Pole oder Ungar, sondern als Menschen, die immer und überall ein Recht auf Würde, auf Heimat und Zuhause haben.

O-Ton Dunja Hayali: Meine Heimat ist Freiheit, meine Heimat ist auch Demokratie, meine Heimat ist das Grundgesetz, die Würde des Menschen ist unantastbar und nicht nur die des deutschen Menschen. Wenn alle, alle unser Grundgesetz mal lesen und auch leben würden, Alt- wie Neubürger, dann hätten wir viele Probleme nicht.

Musik 2: Mensch, CD: Herbert Grönemeyer, Track 1, Musik, Text, Interpret: Herbert Grönemeyer, LC 0138, Grönland (EMI) -

Und der Mensch heißt Mensch, weil er erinnert, weil er kämpft, und weil er hofft und liebt, weil er mitfühlt und vergibt, und weil er lacht, und weil er lebt.

Autor: Der Berliner Journalist Lucas Vogelsang hat mit seinen zugereisten Nachbarn im Stadtteil Wedding über Heimat gesprochen. Ein komplettes Buch ist schließlich daraus entstanden mit Portraits von Menschen aus unterschiedlichen Ländern, die in der deutschen Fremde Wurzeln geschlagen haben. Dazu ist der 31Jährige kreuz und quer durch Deutschland gereist, hat mit Zuwanderern und Kindern von Zuwanderern gesprochen. Er erzählt von Vietnamesen, die Deutschkurse halten, von Türken, die auf die Mittagsruhe pochen, und von Iranern, die ihre Gartenzwerge bemalen. Die Quintessenz für den Autor: Heimat ist nicht nur dort, wo man geboren ist.

O-Ton Vogelsang: Heimat ist dort, wo Mahalle ist. Und Mahalle ist türkisch und bedeutet Gegend, Viertel, Ecke, Nachbarschaft, Zusammenhalt letztendlich.

Autor: Das Wort zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch von Lucas Vogelsang. Mahalle entsteht dort, wo du dich zugehörig fühlst. Zugehörig fühlst du dich, wenn du gefragt bist, wenn du gebraucht wirst.

O-Ton Vogelsang: Heimat bedeutet, es ist der Ort, wo man Verantwortung übernimmt, und wenn jemand sich hier um die Nachbarschaft kümmert, ist es egal, ob er Palästinenser ist oder Türke oder Marokkaner oder Pole. Er ist hier zugehörig, und er findet hier eine Heimat. Und das kann hier sein. Und manchmal ist es auch noch in der Heimat der Eltern.

Autor: „Heimaterde - Eine Weltreise durch Deutschland“ so lautet der Titel des Buches. Die Reise hat den Berliner auch ins Ruhrgebiet geführt - nach Castrop-Rauxel,

O-Ton 15 Vogelsang: den Ort mit der höchsten Migrantendichte bei Schrebergärten. Und da gibt es eine ganz tolle Geschichte in Castrop. Ich hab ein iranisches Ehepaar portraitiert. Die haben ihre Heimat dort im Schrebergarten gefunden. Nur mit dem deutschen Pärchen direkt nebenan haben sie’n Problem, weil der Deutsche immer morgens seine Flagge hisst. Die Iraner hassen diese Flagge, weil es ist eine Schalke 04-Flagge, aber sie sind glühende BVB-Anhänger.

Musik 3: You'll Never Walk Alone, Track 7, CD: Gerry and the Pacemakers - Golden Legends, Musik: Richard Rodgers, Text: Oscar Hammerstein, Ean: 0628261190027, Madacy Special Products - And you'll never walk alone, you'll never, ever walk alone.

SprecherIn: Es gibt Menschen, die unsere Mundart nicht sprechen und trotzdem zu meiner Heimat gehören, sofern Heimat heißen soll: hier weiß ich mich zugehörig. Max Frisch aus der Schweiz, 1974.

Autor: Dazugehören, gefragt sein, gebraucht werden, Verantwortung übernehmen! Wie sonst soll ich mich heimisch fühlen da, wo ich bin, wo ich lebe: wo ich zum Bäcker gehe, ins Theater, zum Fußball, in die Stadt oder ins Dorf, zum Gesangverein oder zur Tafel. Das kann ein Leben lang Bochum oder Datteln oder Berlin sein - oder ganz anders: wechselnde Heimat, Heimat im Plural. Vorgestern Aleppo, gestern ein Flüchtlingslager in Griechenland, heute eine Stadt oder ein Dorf in Deutschland.

Warum ist der wichtigste Gegenstand, den geflüchtete Menschen oft dabeihaben und wie ihren Augapfel hüten, ein Smartphone? So könnte ein dämlich dummer Witz von Pegida-Demonstranten beginnen. Aber es ist kein Witz, sondern ernst. Das Smartphone ist für Geflüchtete die einzige Möglichkeit, die Verbindung zu halten mit der Familie zu Hause oder mit Familienmitgliedern, die auf der Flucht an unterschiedlichen Orten gestrandet sind, auch mit Menschen hier vor Ort, die ihnen helfen, in ihrem neuen Leben anzukommen und ein Stück heimisch zu werden – im Wedding, in Castrop oder sonstwo.

Musik 4: Ich bin ein Gast auf Erden, CD: Gerhard Schöne - Ich bin ein Gast auf Erden Gast auf Erden, Track 1, Musik: Leo Hassler 1601, Text und Interpret: Gerhard Schöne, Arrangement: Tobias Morgenstern, LC 6312, Buschfunk -

Ich bin ein Gast auf Erden. Bald muss ich wieder gehn. Umarme ich Gefährten, sag ich: „Auf Wiedersehn!“ Dann denke ich beklommen: Ob wir wohl noch einmal wie heut zusammenkommen? Wer weiß der Stunden Zahl?

Autor: Mehr als „ein Stück“ Heimat ist aus biblischer Sicht gar nicht möglich.

Nur „Gäste sind wir und wie Fremde“, heißt es in der Bibel ganz nüchtern. Alle Menschen sind wie Fremde in diesem Leben auf dem Planeten Erde. Wir finden hier nur Heimat auf Zeit. Denn sie gehört uns gar nicht, die Erde.

SprecherIn: Psalm 24: Die Erde ist des Herrn und alles, was darinnen ist.

Autor: Sie ist uns nicht zum Besitz gegeben, sondern als Lebensraum auf Zeit, den Gott uns anvertraut. In der Bibel kommt das Wort Heimat als solches gar nicht vor. Stattdessen ist von Ruhe die Rede. Dann geht es um das irdische Land, in dem die Israeliten in Ruhe leben werden. Das heißt immer auch „in Frieden“. Oder es geht um die letzte Ruhe bei Gott:

SprecherIn: O hätte ich Flügel wie Tauben, dass ich wegflöge und Ruhe fände. Psalm 55. Wenn der Gerechte stirbt, so ist er in der Ruhe. Jesaja 57.

Autor: Irdische Heimat ist immer nur vorläufige, vorletzte Heimat. Die letzte Heimat ist bei Gott. Ein heilsamer Gedanke - für die Hoffnung auf ein Leben danach, für das Leben jetzt und hier, für das Recht auf Heimat überall: Zuhause, da, wo du geboren bist, unterwegs und in der Fremde. Wer daran glaubt, dem wird jedes Blut- und Bodendenken fremd sein und der kann den Begriff Heimat nicht als Chiffre für Ausgrenzung und Abschottung gebrauchen. Deshalb mahnt der Bundespräsident:

O-Ton 16 Steinmeier: Die Sehnsucht nach Heimat - nach Sicherheit, nach Zusammenhalt, vor allen Dingen nach Anerkennung, diese Sehnsucht nach Heimat die dürfen wir nicht den Nationalisten überlassen.

Musik 5: Aller Herren Länder, Track 3, CD: Heinz Rudolf Kunze - Korrekt, Musik: Heiner Lürig, Text: Heinz Rudolf Kunze, Ean: 0639842591225, WEA Records Germany

Autor: Sie hörten einen Beitrag der Evangelischen Kirche von Pfarrer Dietmar Silbersiepe aus Erkrath-Hochdahl, gesprochen von Traugott Vitz. Ich wünsche Ihnen einen guten Sonntag, wo auch immer Sie zuhause sind.

Musik 5:

Wir sind nichts Besondres / hatten nur viel Glück

Auserwählte kriegen halt / das größte Kuchenstück

Überall auf Erden / sind auch wir geborn

können wir gewinnen / haben wir verlorn

Keine Zeit für Grenzen / für Unterschied kein Raum

klein wird der Planet nur / ohne blauen Traum

Du wirst nie zuhause sein / wenn du keinen Gast / keine Freunde hast

dir fällt nie der Zauber ein / wenn du dich verschließt / nur dich selber siehst

Du wirst nie zuhause sein / wenn du keinen Gast / keine Freunde hast /

dir fällt nie der Zauber ein / wenn du nicht verstehst

daß du untergehst wie alle Menschenschänder

aller Herren Länder / aller Herren Länder / aller Herren Länder...

O-Töne 1, 11 und 16

Frank-Walter Steinmeier: „Es sind andere Mauern entstanden“ - Festakt zum Tag der Deutschen Einheit, ZDF

https://www.zdf.de/nachrichten/zdfspezial/171003-festaktmainz-sdg-100.html

O-Töne 7 – 10 und 12

Dunja Hayali: „Heimat kriegt uns alle“, Dresdner Reden 2018, Staatsschauspiel Dresden, 18.02.2018

https://soundcloud.com/user-716251226/dunja-hayali-heimat-kriegt-uns-alle-dresdner-reden

Buchtipp

Lucas Vogelsang: Heimaterde – Eine Weltreise durch Deutschland, 330 Seiten,

Aufbau Verlag 2017

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