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Radiogottesdienst | 18.11.2015 | 19:05 Uhr

Sterbehilfe - was Menschen brauchen am Ende des Lebens

Sterbehilfe – was Menschen brauchen am Ende des Lebens

Evangelische Sendung am Buß- und Bettag. Pfarrer Titus Reinmuth im Gespräch mit Prof. Eckhard Nagel

Was brauchen Menschen, die schwer krank sind und aufs Sterben zugehen? Diese Frage steht in Deutschland neu zur Diskussion. Wie weit reichen Freiheit und Selbstbestimmung an der Grenze des Lebens?

In der Evangelischen Sendung am Buß- und Bettag spricht Titus Reinmuth darüber mit Prof. Eckhard Nagel, der bis vor kurzem als ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen tätig war. Nagel ist Professor an der Universität Bayreuth, Mitglied des Deutschen Ethikrats und arbeitet im Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages mit.

Prof. Eckhard Nagel gehörte in der Debatte um den assistierten Suizid zu denen, die von jeder gesetzlichen Neuregelung der Sterbehilfe abgeraten hatten. Eine Auffassung, die sich auch in einer Stellungnahme des Deutschen Ethikrats wiederspiegelt. Nagel fordert stattdessen einen Ausbau der palliativen Versorgung und der Hospizarbeit: „Wenn es möglich ist, tatsächlich Schmerzen in fast allen Situationen ausreichend gut zu behandeln und andere Symptome, die ebenfalls Angst machen können und schwerwiegend sind, Luftnot zum Beispiel, auch gut zu behandeln, dann kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass man sich selbst töten möchte“, so der Mediziner.

Das Leben als Geschenk

In der Evangelischen Sendung am Buß- und Bettag auf WDR 5 betont Nagel, nach seinem christlichen Verständnis sei das Leben ein Geschenk Gottes. „Wenn dem denn so ist, dann kann ich auch nicht ganz frei darüber verfügen. Geschenke gibt man nicht zurück. Und daraus hat sich auch eine Vorstellung entwickelt, die ein gutes Fundament für unser Zusammenleben darstellt, nämlich im Zweifel Leben immer zu unterstützen“. Gefragt, wie er selbst einmal sterben möchte, antwortet Nagel: „Im Vertrauen. Ich persönlich möchte meinen eigenen Tod nicht einklagen. Ich möchte möglichst Menschen um mich haben, wo ich mich fallen lassen kann, d.h., wo ich davon ausgehen kann, dass sie in meinem Interesse handeln.“

Sterben in Würde

In der Evangelischen Sendung kommen darüber hinaus ehrenamtliche Hospizhelferinnen und Hospizhelfer zu Wort, die berichten, wie sie die Begleitung Schwerstkranker erleben und wie „gutes Sterben“ gelingen kann. Der Autor der Sendung, Titus Reinmuth, unterstreicht, Krankheit und Sterben seien niemals unwürdig. „Menschen verlieren vielleicht ihre Selbständigkeit, aber nie ihre Würde“, so der Rundfunkpfarrer, der in seinem Wohnort Wassenberg einem ökumenischen ambulanten Hospizdienst vorsteht.

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