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Kirche in WDR 2 | 16.05.2014 | 05:55 Uhr

Südafrika: Dennis Goldberg - Vier mal lebenslänglich für den Kampf gegen Apartheid

O-Ton: Ich wollte nicht zulassen, dass sie mich brechen können.

Autorin: erzählt Dennis Goldberg aus Südafrika. Dennis Goldberg ist ein „Weißer“. Seite an Seite hat er mit Nelson Mandela gegen die Apartheid gekämpft. 1963 wurden sie inhaftiert, verhört und gefoltert. Dann

O-Ton: … werden wir vor Gericht gebracht, wollten die Sicherheitspolizei und die Staatsanklage uns aufhängen lassen und am Ende werden wir nur zu 4 mal lebenslänglich verurteilt. Zu leben, ist sehr schön, muss ich sagen.

Autorin: „Vier mal Lebenslänglich“ – für Dennis Goldberg und Nelson Mandela war das Anlass, zu jubeln. Sie hatten mit dem Tod gerechnet, als Strafe für ihren bewaffneten Kampf gegen die Apartheid. Nach der Schlacht bei Sharpsville 1960 hatte sich die politische Freiheitsbewegung um Nelson Mandela radikalisiert. Zu brutal war die Gewalt der Weißen. Die Zahl der Toten auf Seite der Schwarzen zu groß. Deshalb entschied man sich, terroristische Anschläge zu verüben.

O-Ton: Waren wir keine Terroristen. MIt anderen Worten: War es eine Politik gegen weiße Vorherrschaft nicht gegen Weiße, weil sie weiße Hautfarbe hatte.

Autorin: Dennis Goldberg war der Bombenbauer, der Waffenspezialist. Als gelernten Bauingenieur hatte man ihn gebeten, diesen Part zu übernehmen. Gezögert hat er nicht einen Moment. Er war stolz, fühlte sich wie ein Held, sich und sein Leben für den Kampf gegen die Apartheid zu opfern. 1964 kamen Dennis Goldberg, Nelson Mandela und andere Genossen vor Gericht. An die Rede von Nelson Mandela erinnert sich Dennis Goldberg noch genau: Nach vielen Stunden

O-Ton: … kommt er zum Ende und sagt ungefähr: Dass er sein Leben lang gegen weiße Vorherrschaft gekämpft hat und gegen schwarze Vorherrschaft. Mit anderen Worten: Sein Ideal ist eine Gesellschaft, wo wir zusammen in Harmonie leben können. Wenn es sein muss, war er bereit, dafür zu sterben Das war so ein großartiger Moment: Ich war dabei. Ich war Nummer drei angeklagt. Solch eine stolze Moment, das mit ihm zu teilen. Aber am Ende werden wir zu lebenslänglich verurteilt.

Autorin: 23 Jahre saß Dennis Goldberg in einem Gefängnis für weiße politische Gefangene. Sogar in den Gefängnissen waren Menschen nach Hautfarben getrennt.

O-Ton: Haben wir uns zusammen unterstützt. Es braucht Unterstützung. Ab und zu war ich in Isolationshaft, hab ich, war ich bewusst, dass mein Familie mich liebt,

Autorin: Dennis Goldberg hat auch versucht unter den Gefangenen, eine familiäre Atmosphäre zu schaffen. Später hat Dennis Goldberg – von Haus aus Jude und Freidenker – sogar Weihnachtsfeste organisiert. Und das obwohl er die christlichen Kirchen verachtet hat, weil sie Teil der Apartheid waren.

Was bringt einen Menschen dazu, sich für die Idee einer gerechten Gesellschaft zu opfern?

O-Ton: Haben wir Leute von alle Hautfarben als Gäste zu Hause bekommen, werde ich groß gezogen, Leute zu respektieren. (Von) Da kommt die Moral und nicht scheinheilig zu sein. Nicht das zu sagen und etwas anderes zu machen.

Autorin: Seinen Prinzipien treu bleiben, das hatte er zu Hause gelernt. Er hat es in beeindruckender Weise getan. Wer ihm begegnet ist, kann ihn nicht vergessen – Dennis Goldberg – den Freidenker, der sich für seinen Glauben opferte.

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