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Kirche in WDR 3 | 18.06.2018 | 07:50 Uhr

Tee mit Botschaft

Guten Morgen. Liebe Gäste bringen gerne etwas mit. Da meine Frau und ich gerne Tee trinken, bekommen wir immer wieder Tee geschenkt. Und wir probieren auch neue Sorten, die immer ausgefallenere Namen haben wie „Augenblick der Freude“ oder „ Sonnenschein-Tee“ in 20 Beuteln.

Beim Einkaufen im Supermarkt entdecke ich gleich eine ganze „Wohlfühl-Collection“. Tees mit Namen wie aus einem Prospekt für ein Wellnesshotel: Atme dich frei“ lese ich da, „Träum schön“ oder schlicht „Gute Verdauung“. Gut, den Tee hat uns noch niemand mitgebracht.

Doch die Hersteller haben nicht bloß unser körperliches Wohlbefinden im Blick, sondern auch die Seele. Da gibt es den „All Day Cleanse Tee“ mit „Zutaten, die dem Alltagsstress den Kampf ansagen“. Das soll wohl so etwas wie ein Generalreiniger für die Seele sein. „Dieser Tee setzt deinen Körper und Geist auf Null“, heißt es auf der Verpackung.

Ich weiß gar nicht, ob ich das will - und ich glaub ´s auch nicht.

Oder den „Glücks Tee“ zum Beispiel, der gleich Lebensberatung verspricht: „Feine Pflanzenbotschaften erinnern uns an die heitere innere Gelassenheit, auf dem Grunde unserer Seele.“

An so einem blumigen Versprechen haben Werbetexter sicher lange gesessen.

Plötzlich drängelt sich neben mir im Laden eine Frau ans Tee-Regal. Sie hat es offenbar sehr eilig. Mit einem Griff nimmt sie sich eine Packung und ist schnell wieder verschwunden, auf dem Weg zur Kasse. - Ich nehme mir die gleiche Packung wie sie und lese, was darauf steht: „Innere Harmonie“. Und weiter: „Die subtile Botschaft dieses Tees lautet: „`Ausgeglichen den Tag erleben.`“ Ich wusste gar nicht, dass ein Tee eine subtile, also eine unterschwellige Botschaft hat. Aber offensichtlich ist die bei der gestressten Käuferin noch nicht richtig angekommen.

Vielleicht hätte sie die Yoga-Übung noch machen sollen, die auf der Packung abgebildet ist: „Komme zu Dir selbst in zwei Minuten.“

In Gedanken schicke ich ihr ein Gebet hinterher, dass sie die Ruhe, die sie sucht, auch findet. Und ich kaufe auch eine Packung Tee für einen lieben Besuch am nächsten Tag: schlicht, schwarz und fair gehandelt. Meist lege ich ein Wort aus der Bibel zu meinen Geschenken. Worte, die mich selber begleitet und getragen haben und Generationen vor mir. Vertraute und vor allem bewährte Worte. Mal sind es tröstende, ein anderes Mal herausfordernde Worte. Jedenfalls mehr als „subtile Botschaften der Gelassenheit“.

Es sind reale Erfahrungen und Erlebnisse, die Menschen mit Gott gemacht haben. Wie sie, oft in ausweglosen Situationen, Gottes Hilfe erlebt haben. Oder wie Menschen sich in all ihren Fragen und Zweifeln an Gott gewandt haben und dabei spürten: „Ich bin nicht allein. Da ist einer, an den ich mich wenden kann. Da ist Gott, der mich trägt.“

Vielleicht gönnen Sie sich heute, bei einer guten Tasse Kaffee oder Tee auch ein gutes Wort. Wie wäre es mit einem, das schon viele tausend Jahre lang weitergegeben wird:

„Gott spricht: Ich lasse dich nicht fallen und (ich) verlasse dich nicht.“

(Josua 1,5 aus: Die Bibel, Einheitsübersetzung)

Es grüßt Sie, Pastor Heinz-Bernd Meurer aus Bottrop.

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