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Hörmal | 11.05.2014 | 07:45 Uhr

Tell me why

“Sag mir nur, warum ich Montage nicht mag“: „Tell me why I don’t like Mondays“: Mit diesem Lied ging Bob Geldof in die Musikgeschichte ein. Und es war ausgerechnet an einem Montag vor einem Monat, dass seine Tochter, Peaches Geldof, starb.

Jetzt kam heraus, dass sie an einer Überdosis Heroin gestorben ist. Als Tochter von Bob Geldof ist sie in der Medienszene bekannt gewesen. Als Tochter des Musikers, der sich unermüdlich einsetzt für den Kampf gegen den Hunger in der Welt. Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, wie groß das Leid für einen Vater ist, wenn er mitansehen muss, wie seine Tochter derart aus dem Leben scheidet. Entgleitet. Rettungslos. Hilflos. Ohne, dass man etwas machen könnte als Eltern.

Und ich musste an eine Geschichte aus dem Neuen Testament denken. In der geht es um eine Tochter, deren Leben ihrem Vater ebenso entglitten schien. Es ist die Geschichte von Jairus. Ein hochgeachteter Mann, Synagogenvorsteher soll er gewesen sein. Und er trifft auf Jesus, als es schon zu spät scheint.

Die Menge hatte die Tochter schon abgeschrieben, für tot erklärt. In diesem Moment größter Verzweiflung und Hilflosigkeit wendet er sich an Jesus. Der kommt zu ihr und erweckt sie zum Leben, heißt es in der Bibel. Er macht das, indem er ihr zwei Worte ins Ohr flüstert. Die sind, weil sie scheinbar so wichtig waren, bis heute in seiner Muttersprache übermittelt; Jesus sprach Aramäisch. „Talita kum“ „Mädchen steh auf.“ Ich würde das übersetzen mit: „Mädchen, werde selbst-ständig“.

Und das hat sie ins Leben zurückgeholt. Ich verstehe das so, dass viele Töchter und Söhne jemanden bräuchten, der ihnen genau das zuspricht. „Werde selbstständig – Du kannst auf eigenen Füßen stehen – der Boden trägt! Trau Dich!“. Ich weiß nicht warum, aber häufig können einem genau das die eigenen Eltern nicht glaubhaft vermitteln, obwohl sie eigentlich nichts lieber wollen als das: Anerkennung, echte Wertschätzung zusprechen. Es braucht da eher einen Zuspruch von außen der mir sagt: „Du bist unendlich geliebt – es gibt einen Grund und der trägt“.

Heute ist Muttertag und ich wünsche allen Müttern – und Vätern, dass sie ihre Kinder aufwachsen sehen können. Und wenn Sie es selbst nicht vermitteln können, dass es jemanden gibt im Leben der Kinder, der ihnen das aber genau zusprechen kann: „Der Grund trägt - Werde selbst-ständig!“

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