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Kirche in WDR 3 | 29.09.2017 | 07:50 Uhr

Türen öffnen, Gerechtigkeit leben

Autorin: Guten Morgen. In Wittenberg steht vor der Stadtkirche ein großer quadratischer Block. ‚Ach wie schön bunt ‘ war mein erster Gedanke beim Betreten des Platzes. Und gleich entdeckte ich: Der Block besteht aus lauter Türen, in drei Etagen übereinander. Die meisten Türen sind geöffnet, sodass Licht reinkommt und Luft. Über drei Treppen gelange ich auf die oberste Etage und kann zwischen den Türen hindurch das bunte Treiben auf dem Platz unter mir beobachten. Dann sehe ich mir die Türen genauer an und beginne zu lesen. Auf einer Tür steht: „Unser Tun will reden, unser Wort arbeiten.“ Und: „Hungrige speisen, Durstige tränken, Kranke besuchen, Tote bestatten.“ Auf einer anderen Tür lese ich: „Jeder Fisch, ob groß ob klein, hat das Recht im Meer zu sein.“ Alle Türen sind liebevoll und sehr unterschiedlich gestaltet. Ich kann mich nicht entscheiden, welche mir am besten gefällt. Auch Urte nicht. Ich habe sie vor dem Block getroffen. Er trägt den Titel: Türhaus der Gerechtigkeit.

O-Ton 1 Urte: Uns ist aufgefallen, (…) dass es ja doch ne Vielfalt an Themen ist, und bunt. Na ja, also mit Luthers Thesen wurden ebenso viele Themen angesprochen, und das wird hier gut aufgegriffen mit den Türen.

Autorin: Acelya beschreibt ihre Lieblingstür so:

O-Ton 2 Acelya: Hier ist ne Holztür, wo ganz viele Wörter miteinander verknüpft ineinander sind und selbst dafür ausgesägt worden sind, (…) um sie präsenter zu machen, um sie näher an den Mann ranzubringen, um sie auffälliger zu machen. (…) Ich denke, dass man aufmerksam dafür ist, was das bedeutet, und was diese Worte auslösen in einem Menschen.

Autorin: Die Reformation hat vor 500 Jahren Türen geöffnet in viele Richtungen und mit unterschiedlichen Themen. Das Schwerpunktthema der Ausstellung der Diakonie in diesem Reformationssommer war Gerechtigkeit. Und so heißt es in Wittenberg denn auch: ‚Türen öffnen, Gerechtigkeit leben‘. Acelya meint dazu:

O-Ton 3 Acelya: Und auch Martin Luther (…) hat für die soziale Gerechtigkeit gekämpft, indem er gegen den Ablass kämpfte, um (und) die Bibel für alle Menschen zugänglich zu machen, nicht dass da nur ein paar Menschen stehen, von oben herab und sagen: so ist das, sondern jeder Mensch, jeder Einzelne sollte die Möglichkeit haben, es nachzulesen und zu sagen, so ist das oder nein, da haben sie uns gerade Schwachsinn erzählt oder so.

Autorin: Auch ein Aspekt des Wortes ‚Gerechtigkeit‘. Nicht nur die Reichen und sprachlich Gebildeten sollten Gottes Wort verstehen können, sondern die Bibel sollte in deutscher Sprache öffentlich und ungefiltert zugänglich sein für jedermann und jede Frau.

Deshalb hatte die Diakonie aufgerufen, Türen der Gerechtigkeit selbst zu gestalten. Viele in Deutschland haben sich beteiligt und über die Themen Gerechtigkeit und Reformation nachgedacht und eine eigene Tür bemalt: in Arbeitslosenprojekten, in Heimen der Diakonie, in Jugendgruppen oder auch auf Seminaren. Diese Türen kann man sich im Internet ansehen unter ‚Diakonie 2017 – Türen öffnen. Gerechtigkeit leben‘. Vielleicht haben Sie Lust, dort zu stöbern oder selber nachzudenken, welche Türen für Gerechtigkeit Sie heute öffnen könnten.

Gerlinde Anders, Schulpfarrerin in Leverkusen.

https://www.diakonie2017.de/

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