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Kirche in WDR 2 | 04.07.2014 | 05:55 Uhr

Ulrichstag

Mensch, Uli: Erster! Und das als Deutscher! Und dann gleich heilig!

Keine Angst: ich rede nicht vom Fußball und von Herrn Hoeneß, der die WM bekanntlich nun hinter Schwedischen Gardinen verfolgt. Ich rede vom Heiligen Ulrich von Augsburg, dessen Todestag und daher auch Gedenktag heute ist. Insofern: Glückwunsch zum Namenstag an alle Ulrichs, Ulrikes und Ulis da draußen – auch in Richtung JVA Landsberg!

Wahrscheinlich ist der Heilige Ulrich, der im Jahr 973 gestorben ist, der erste Katholik, der von einem Papst offiziell heilig gesprochen wurde. Das eigentliche Heiligsprechungsverfahren hat die katholische Kirche erst im 11. Jahrhundert festgelegt – immerhin auch schon vor knapp 1.000 Jahren. Aber aus der Zeit davor ist nur vom Heiligen Ulrich bekannt, dass ein Papst jemand bei einer offiziellen Versammlung für heilig erklärt hat. Und das war 993 bei einer Synode in Rom, also nur 20 Jahre nach seinem Tod. Ganz schön schnell – so beliebt war der Mann. Als Ulrich starb, war er für die die damalige Zeit unglaubliche 83 Jahre alt und er starb als hochgeschätzter Bischof von Augsburg, wo er auch beerdigt liegt. Ulrich von Augsburg: ein außergewöhnlicher Heiliger, der buchstäblich auf dem Teppich geblieben war. Denn der Legende nach wurde er auf eigenen Wunsch beerdigt in dem einfachen Teppich, den er zu Lebzeiten auch als Matratze zum schlafen benutzt hatte.

Nicht nur die Augsburger feiern ihn noch heute: In Österreich z.B. gibt es heute besondere Segnungen gegen drohende Unwetter. Der „Ulrichstag“ wird dort auch „Alpensegentag“ genannt. Ulrich ist der Wetterpatron.

Hier in Nordrhein-Westfalen hätten wir ja seinen Segen vor einem Monat gut gebrauchen können. Wer durch die Wälder noch heute spazieren geht, der sieht, was das Pfingstunwetter so alles angerichtet hat. Aber mehr noch als der Wetter-Patron gefällt mir dieser Ulrich, der auf dem Teppich geblieben ist. Vielleicht kann dieser erste von einem Papst ernannte Heilige heutzutage da noch ein bisschen nachhelfen, beim auf dem Teppich bleiben – im Fußball, in der JVA Landsberg und überall da, wo Menschen drohen abzuheben.

P.S.: Zum Ulrichstag gibt’s natürlich auch eine Bauernregel. Die heißt: „Wenn's am Ulrichstag donnert, fallen die Nüsse vom Baum“. Und was das mit dem heutigen WM-Viertelfinale zu tun haben könnte – darauf müssen Sie sich nun einen eigenen Reim machen.

Copyright Vorschaubild: wikimedia

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