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Fernsehgottesdienst | 28.03.2016 | 10:00 Uhr

„Und es lohnt sich doch!“

Das Thema

„Und es lohnt sich doch!“ lautet der Titel des Ostermontag-Gottesdienstes, der vom WDR aus der Kirche der Evangelischen Stiftung Tannenhof in Remscheid für die ARD übertragen wird.

"Ich fühle mich scheiße, weil ich nicht aufstehen kann, und ich kann nicht aufstehen, weil ich mich deswegen scheiße fühle", so hat Autor und Kabarettist Tobi Katze seine Depression erlebt. („Morgen ist leider auch noch ein Tag: Irgendwie hatte ich von meiner Depression mehr erwartet“)

Wie passt das mit der christlichen Osterbotschaft zusammen? Mit Ostern verbinden die meisten Menschen ja eine lebensbejahende Botschaft: Hoffnung und Sieg des Lebens über den Tod. Doch was ist mit den Menschen, die in einer bestimmten Lebensphase meinen, keine Hoffnung finden zu können? Zum Beispiel Menschen, die an einer Depression erkrankt sind. Aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit als Diplom-Psychologin weiß Dr. Angela Mahnkopf: Depressionen sind eine Krankheit und sie sind gut behandelbar: „Der Titel des Gottesdienstes `Und es lohnt sich doch!` fasst gut zusammen: Die Behandlung einer Depression – mit allen Höhen und Tiefen – zahlt sich am Ende aus. Der Patient oder die Patientin mag vorübergehend keine Hoffnung mehr sehen - tatsächlich ist sie aber immer da.“ In dem Gottesdienst bringen Therapeuten, Angehörige, Bewohner und Patienten der Ev. Stiftung Tannenhof die lebensbejahende Osterbotschaft und die Depressionserkrankung in Zusammenhang.

Depressionen gehören zu den häufigsten Erkrankungen. Jeder fünfte Bundesbürger erkrankt einmal in seinem Leben an einer Depression. Vier Millionen Bundesbürger sind depressiv erkrankt.

Die Predigt hält Pfarrer Uwe Leicht, Geistlicher Vorsteher der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Es wirken mit: Therapeutinnen, Angehörige, Patienten und Bewohner. Die kirchliche Leitung hat Landespfarrerin Petra Schulze.

Der Ort

Die Klinik: Die Evangelische Stiftung Tannenhof ist ein modernes Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie. In Klinken an den Standorten Remscheid, Wuppertal und Velbert-Langenberg werden sämtliche psychische Erkrankungen im Erwachsenenalter nach modernen und wissenschaftlich anerkannten Methoden behandelt. Die Stiftung Tannenhof leistet die psychiatrische Versorgung von rund 500.000 Menschen in der Region.

Die Kirche: Die Kirche in der Evangelischen Stiftung Tannenhof wurde 1907/08 erbaut. Mit ihrem rosafarbenen Anstrich leuchtet sie aus dem Grün des Geländes hervor.

Das Innere der Saalkirche ist hell und modern. 1997 wurde der Altarraum mit einer Möblierung aus Holz und Edelstahl neu gestaltet.

Die bunten Fenster tauchen den Raum in farbiges Licht. Das mittlere Fenster im Altarraum zeigt den auferstandenen Christus, das linke Fenster stellt die Phoebe dar, die seit dem 19. Jahrhundert als erste "Diakonisse" gilt und das rechte Fenster bildet den Stephanus ab, der als einer der ersten Diakone der Kirche gilt.

Auch die anderen buntverglasten Fenster deuten mit ihren Darstellungen auf die Diakonischen Gemeinschaften der Evangelischen Kirchengemeinde bei der Stiftung Tannenhof hin.

Der Schmetterling in dem kleinen Fenster über dem Haupteingang wurde von der "Evangelischen Kirchengemeinde bei der Stiftung Tannenhof Lüttringhausen" als Siegelbild gewählt. Schmetterling heißt im Griechischen Psyche – was auch Seele bedeutet.

Die Beleuchtung der Kirche wurde im Jahr 2000 erneuert. Somit wurde die Möglichkeit geschaffen, unterschiedliche Lichtszenarien für die verschiedenen Aktivitäten im Kirchenraum zu ermöglichen.

Die Musik

Die Musiktherapeuten Antje Nell-Schliermann und Dr. Boris Becker gestalten mit einer Gruppe von Patienten der Klinik den Gottesdienst mit. Sie nutzen dazu zahlreiche Percussion-Instrumente: Djemben, Hang, Klangschalen, Monochord, Pauke, Kantele, Holzschlitztrommel, Udus (Tonvasen), Steel Drum, Chimes, Sen Plates und Vibraphon.

Die Orgel spielt Sylvia Tarhan.

Der gemischte Chor „Mixed Generations“ unter der Leitung von Pop-Kantor Christoph Spengler präsentiert Balladen, Rock-Pop, Gospels – begleitet von E-Piano/Keyboard (Christoph Spengler) und Schlagzeug (Dr. Boris Becker):

Aus dem Dunkel ans Licht (Text und Musik: Christian Schnarr)

Am Ende eines Auswegs (Text: Martin Buchholz, Melodie und Satz: Johannes Nitsch)

Peace shall be with you (Text und Musik: Ruthild Wilson, Arr. Heinz-Helmut Jost-Naujoks, 2010)

http://www.mixedgenerations.de/

Gemeinde-Lieder

eg 116,1-3 Er ist erstanden, Halleluja

Text: Ulrich S. Leupold 1969 nach dem Suaheli-Lied Mfurahini Haleluya von Bernard Kyamanywa 1966, Melodie aus Tansania

Wie ein Fest nach langer Trauer

(Text Jürgen Werth, Satz / Komposition: Johannes Nitsch)

eg 561,1-3 (RWL) Jesus, unser Trost und Leben

(Text: Ernst Christoph Homburg 1659, Melodie: Halle 1704, Satz: nach dem bezifferten Baß von Johann Sebastian Bach)

eg 178.9 Kyrie

(Melodie und Satz: orthodoxe Liturgie aus der Ukraine)

Gottes Augen sehen dich (Text: Margret Wand, Musik: Christoph Spengler)

Links

Hilfsangebote:

http://www.deutsche-depressionshilfe.de/

www.telefonseelsorge.de

Telefonseelsorge:

0800/1110111

0800/1110222

www.stiftung-tannenhof.de.

Die Kirchengemeinde:

www.stiftung-tannenhof.de/cms/kirchengemeinde.html

Informationen zur denkmalgeschützten Kirche: http://www.remscheid.de/leben/bauen/denkmalschutz/146380100000102500.php

Fotos

Copyright: Vahe Martinian

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