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Kirche in WDR 3 | 05.08.2014 | 07:50 Uhr

Vergleichen - Weg zur Hölle

Autor: Letztens im Kino, ein pfiffiger Werbespot: Ein kleiner Stadtwagen versucht eine Wüstendüne zu überfahren – und rollt rückwärts wieder hinunter. Danach fährt er einen steinigen Berghang runter – und bleibt hart mit dem Unterboden auf einem Felsen hängen. Metall knirscht. Ich zucke zusammen – das wird teuer. Am Schluss des Werbefilms eine Stadtszene: Ein riesiger Jeep steht wartend vor einer viel zu kleinen Parklücke. Wieder kommt unser kleiner Stadtwagen angerast – und parkt mit einem Satz absolut passend in die Parklücke ein. Eine Sprecherstimme erklärt: „Unser kleinstes Modell – offroad so sinnlos wie ein Jeep im Stadtverkehr.“ Stimmt: Abseits der Straße macht dieses kleine Auto wirklich keinen Sinn. In der Stadt ist es der Hit.

Ist ja bei Menschen auch nicht anders als bei Autos. Wie oft versucht man, jemand anderes zu sein – weil man meint, man sei dann besser, attraktiver, beliebter, wertvoller?

Aber der Weg zur Hölle ist gepflastert mit Vergleichen! Es wird immer Menschen geben, die attraktiver, freundlicher, schöner, klüger, cooler sind als ich. Unsere Gesellschaft orientiert sich vor allem an Leistung, Erfolg und Aussehen: Wenn ich also in jeder Lebenssituation 100% Leistung bringe, erfolgreich bin, immer noch entspannt, locker und fröhlich aussehe – dann bin ich gut, attraktiv, sexy und liebenswert.

Aber wer kann das schon leisten – ohne daran kaputt zu gehen! Niemand kann alles total gut. Darum gibt es ja verschiedene Berufe. Ich muss nicht gleichzeitig ein Offroad-Formel1-Cabrio-Jeep sein, der auf den Himalaya fährt und dann noch in die kleinste Parklücke passt. Das gibt es nicht, wie die Autoindustrie weiß. Und das gibt es auch bei Menschen nicht.

Es ist besser, ich besinne mich auf meine Stärken und tue das, was ich gut kann mit viel Freude und Herzblut – anstatt nur auf das zu sehen, was mir im Vergleich zu anderen fehlt oder nicht so gut gelingt. Es sei denn, ich bin gerne und oft unglücklich.

Ich glaube, dass die meisten Menschen eine ziemlich verzerrte Wahrnehmung von sich haben – weil sie sich ständig vergleichen. Wie sie wirklich auf die anderen wirken, wissen sie nicht.

Sprecherin: Manche Menschen wissen nicht, wie wichtig es ist, dass sie da sind.

Manche Menschen wissen nicht, wie gut es ist, sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht, wie tröstlich ihr Lächeln wirkt.

Manche Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht, wie viel ärmer wir ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht, dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen. (Petrus Ceelen)

Autor: Genauso, wie andere es brauchen, dass ich ihnen sage, wie wichtig und wertvoll sie für mich sind, brauche ich das auch.

Besser aber noch als alle menschliche Bestätigung ist: zu wissen, dass Gott mich liebt. Gott will mich. Gott will jeden Menschen. Und zwar nicht zurechgestutzte Modelle oder seelenlose Kopien – sondern Gott liebt die Vielfalt. Er hat uns alle unterschiedlich geschaffen und ausgestattet – damit wir einander brauchen. Gott will gar keine Superhelden – und auch keine gezüchteten Elite-Kinder, sonst hätte er uns so gemacht. Gott hat uns so geschaffen, dass wir uns ergänzen. Und darum gegenseitig ermutigen und fördern. Gegenseitig helfen.

In der Bibel dankt jemand Gott für sein Leben und für das was er hat und kann:

Sprecherin: „Ich danke Dir, dass ich wunderbar gemacht bin. Wunderbar sind Deine Werke, Gott. Dass erkennt meine Seele wohl.“ (Psalm 139,14)

Autor: Eine Freundin hatte sich diesen Vers einmal groß auf ihren Badezimmerspiegel geschrieben. Ein guter Platz, um morgens schon daran erinnert zu werden, dass Gott mich liebt. Schreiben Sie es sich doch auch an den Spiegel, fast hätte ich gesagt hinter die Ohren: „Gott liebt mich!“ - und denken Sie daran: sich zu vergleichen ist der direkte Weg in die Hölle!

Ihr Pastor Sebastian Begaße aus Dortmund.

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