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katholisch

Kirche in WDR 4 | 02.11.2016 | 08:55 Uhr

Von der Arbeit am eigenen Glauben

Sprecher:

Ein Mensch malt einen Baum.

Er malt einen Stamm und eine Blätterkrone.

Den Stamm etwas schief, die Blätterkrone groß und ausladend.

Der Mensch schaut sich seinen Baum an.

Irgendwie hängt der Stamm in der Luft.

Der Mensch malt eine Linie unter den Baum, einen Erdboden.

Aber etwas fehlt noch immer. (kleine Pause)

Der Mensch nimmt seinen Stift erneut zur Hand und malt dem Baum Wurzeln.

Faserige Wurzeln, die sich im Erdreich verzweigen.

Jetzt legt er den Stift zur Seite.

Ja, das ist sein Baum. (Zufriedenheit in der Stimme ausdrücken)

Guten Morgen!

Meine Wurzeln sind meine Familie, meine Herkunft, Freunde, meine Interessen, all das, wodurch ich im Laufe der Zeit in meinem Leben Wurzeln gebildet habe. Was mich trägt, was mich schützt, was mich nährt.

Doch bereits als junger Mensch habe ich gespürt, dass ich mich nach einer noch stärkeren Verwurzelung sehne. Nach solch stabilen Wurzeln, die alle anderen Wurzeln mittragen können. Die jedem Unwetter trotzen und unzerstörbar sind.

In meinem Fragen und Suchen stieß ich auf Gott.

Ich entdeckte Bücher, die mich weiterbrachten, Menschen, von deren Glauben ich lernen konnte, Bilder und Musik, die mir Augen und Ohren öffneten.

Mein Leben wurde tiefer, reicher und eine neue, ungewohnte Art von Arbeit begann für mich: Die Arbeit an meiner Beziehung zu Gott. An Gottes Beziehung zu mir.

Diese neue Arbeit war und ist eine innere Arbeit. Ein inneres Abenteuer, das immer weiter lockt, je mehr ich davon erfahre und je mehr ich mich darauf einlasse. Ein Abenteuer mit Höhen und Tiefen.

Diese innere Arbeit läuft neben meiner äußeren Arbeit, aber sie prägt und durchdringt sie. Tag für Tag. Nacht für Nacht. Gott ist mir zum ständigen Begleiter geworden. Zu einem Mitwisser, der alle Seiten meines Lebens kennen soll: Schönheit und Fratze, Mut und Schmerz, Heiterkeit und Versagen.

Der Glaube an diesen Gott kann plötzlich vom Himmel fallen. Als Berufung.

Als völlig unerwarteter Trost. Als Erkenntnis, die in ihrer Klarheit einen Menschen fast umhaut.

Meist wächst der Glaube aber langsam in alle Verzweigungen der Lebenswurzeln hinein. Jahrelang. Mit Vor- und Rückwärtsbewegungen und Stillstand.

Als tägliche Übung.

Als tägliche innere Arbeit.

Lebe das, was du vom Evangelium begriffen hast und wenn es auch nur ganz wenig ist, schreibt Roger Schutz, der Gründer der Gemeinschaft von Taizé. Dann verbinden sich innere und äußere Arbeit.

Dann werden die eigenen Wurzeln zu kraftvollen Lebensspendern nicht nur

für mich selbst, sondern auch für andere Menschen.

Meine Hoffnung und meine Freude,

meine Stärke, mein Licht,

Christus, meine Zuversicht,

auf dich vertrau ich

und fürcht mich nicht.

Es grüßt Sie Petra Fietzek aus Coesfeld

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