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Kirche in WDR 2 | 22.08.2015 | 05:55 Uhr

Wahrheiten

Immer ist irgendwas. Und dann geht es eben nicht. Das sich was ändert.

Immer ist irgendein“ zu“. Immer bin ich „zu“. Zum Beispiel. Zu jung, zu alt, zu krank, zu schwach, zu stark, zu gefährlich, zu doof, zu klug, zu – was, weiß ich noch.

Hauptsache: Es bleibt wie es ist. Im Ergebnis. Hauptsache ich muss nicht durch diese Tür. Die Tür auf der Veränderung steht.

Mal angenommen ich lebe in meinem ganz persönlichen Miniknast. Der ist natürlich unsichtbar und nur für mich fühlbar. Scheinbar, nur für mich, natürlich. Und mal weiter angenommen, der ganz persönliche Miniknast heißt zum Beispiel: ich muss trinken, weil ich abhängig bin. Oder: Ich kann so nicht mehr arbeiten, weil ich ausgebrannt bin. Oder: Ich muss bei meinem Mann bleiben, weil ich sonst sozial absteige. Mit den Kindern. Oder, oder, oder.

Da ist das Wort „zu“ der ideale Schlüssel, der die Tür zur Freiheit verschließt. Es ist eben immer irgendwas „zu“. Zu jung, um mit dem Trinken aufzuhören oder zu alt. Zu kaputt, um mich mit dem Chef anzulegen. Zu arm, um den Partner zu verlassen. Irgendwas ist eben immer „zu sehr“, zu bedrohlich. Und das ist es ja in der Regel auch. Freiheit kostet. Sicherheit – in der Regel. Freiheit kostet – das bekannte, aber wenigstens wohlvertraute Elend aufzugeben, zum Beispiel.

Freiheit kostet was. Da macht es doch Sinn, alles zu lassen, wie es ist. Soviel zu trinken, dass die Katastrophen übersichtlich bleiben, so zu arbeiten, dass es nicht auffällt, dass ich am Ende bin, meinen Alltag so zu organisieren, dass ich meinen Partner möglichst wenig sehe. So zu leben, dass ich wenigstens jammern kann.

Oder? Oder? Nichts bleibt, wie es ist. Alles wird viel schlimmer. Oder viel besser. Langsam oder schnell. Aber – immer wird alles anders. Die Frage scheint mir nur zu sein: Will ich darauf Einfluss nehmen? Will ich Einfluss nehmen auf mein Leben.

Ich werde sterben. Sie auch. Dazwischen gibt es eine Menge Dinge, auf die ich keinen Einfluss habe. Vor denen ich ohnmächtig bin. Die ich nicht ändern kann.

Und es gibt eine Menge Dinge, auf die ich Einfluss habe. Vor denen ich nicht ohnmächtig bin. Die ich ändern kann. Das kostet. In der Regel. Nicht Geld. Aber Angst auszuhalten. Und mutig zu sein.

Gott sagt: „Fürchte dich nicht. Ich bin bei dir.“ Bin ich bereit?

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