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Kirche in WDR 2 | 27.10.2017 | 05:55 Uhr

Was machen... Ein Chemikant erzählt.

Autorin: Robin Pesch ist 22. Er arbeitet hauptberuflich als Chemikant in der Industrie und ehrenamtlich als Jugendmitarbeiter und Presbyter in der evangelischen Hoffnungskirche in Leverkusen-Rheindorf. Arbeit ist das beides für ihn. Und in beidem kommt eins vor: seine Hilfsbereitschaft.

O-Ton 1: Bei mir ist das so, wenn ich sehe, dass Kollegen Hilfe brauchen bei sich an den Anlagen, weil da irgendwas grad noch zu tun ist, dann bin ich auch gerne bereit, dort mal zu helfen….

Autorin: …und in der Hoffnungskirche ist es genauso. Schnell repariert Robin Pesch mal eine Kleinigkeit oder hilft beim Stühleschleppen nach dem Gottesdienst. Er findet es einfach notwendig, dass man

O-Ton 2: auch von sich aus mal unterstützt, wenn eigentlich gar keine Hilfe gefragt ist und man von sich aus sagt: kann ich dir helfen, dann bist du schneller fertig.

Klar, die bedanken sich bei mir, man merkt auch gleichzeitig, die sind viel besser drauf, man hat nen ganz anderen Umgang miteinander.

Autorin: Obwohl er sich in der Kirchengemeinde engagiert - an Gott glauben, das kann Robin Pesch nicht, denn als Naturwissenschaftler hat er gerne Beweise.

O-Ton 3: Ich kann es nicht beweisen, ob es Gott gibt oder nicht, es ist aber für mich faszinierend, dass unsere Zeitrechnung mit Jesus Christus zusammenhängt und die Bibelgeschichten über Jesus sind sehr interessant, weil da viele Dinge passieren, die sich ein Naturwissenschaftler gar nicht erklären könnte. Also, wir wissen bis heute nicht, wie man sowas aus normaler Hand machen könnte….

Autorin: …als christlich würde sich Robin Pesch aber schon bezeichnen:

O-Ton 4: Also das, was ich hier in der Gemeinde tue, meine Ehrenamtsarbeit finde ich auch christlich, denn ich mache das, ohne an mich selbst zu denken.

Autorin: Dass Robin Pesch nicht an Gott glauben kann, darüber hat er auch schon mit seinem Pfarrer gesprochen. Doch der findet diese Offenheit gut. Denn beweisen lässt sich Gott nun einmal nicht. Und Zweifel: die haben alle von Zeit zu Zeit. Pfarrerinnen und Pfarrer genauso wie alle anderen. Und das schon seit Jahrtausenden. In der Bibel heißt es schon von Mose, dass er Gott danach fragte: Wer bist du? Und Gott antwortete: „Ich bin, der ich bin, und ich werde sein, der ich sein werde, ich bin bei euch.“ In diesem Vertrauen hat Mose dann den Auftrag erfüllt, den Gott ihm gegeben hatte. Der Auftrag hieß: Führe die Israeliten aus Ägypten heraus. Und im Vertrauen darauf, dass Gott bei ihnen ist, sind sie dann auch heil wieder in ihrer alten Heimat angekommen.

So wichtig das Gottvertrauen ist – natürlich braucht es im Berufsalltag noch etwas anderes, weiß Robin Pesch:

O-Ton 5: Als Chemikant arbeite ich natürlich nicht in einer Schokoladenfabrik, sondern wir haben mit waschechter Chemie zu tun, die teilweise auch für den Menschen gefährlich ist (…) Da kann ich mich nicht darauf verlassen, dass die Hoffnung oder der Glauben ausreicht, um mich zu schützen, da muss ich dann entsprechend meine Schutzausrüstung anziehen.

Autorin: Und das ist ja auch gut so. Aus christlicher Sicht gibt es für ihn allerdings eine Grenze, die er in seinem Beruf nicht überschreiten will:

O-Ton 6: Ich könnte mir nicht vorstellen, mein Fachwissen über Chemieanlagen und Chemie anzuwenden, um bei irgendeinem Arbeitgeber Waffen oder waffenähnliches Material herzustellen.

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