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Kirche in WDR 2 | 15.04.2016 | 05:55 Uhr

Wasser bringt Leben

Autor: Langsam bahnt sich das Wasser den Weg durch den schlammigen, provisorischen Bewässerungskanal. Immer wieder stockt es, versucht Erdklumpen auszuweichen, ein Teil des Wassers versickert sofort im Boden, noch bevor es das Feld erreicht hat. Schon ist Kebede Yimer zur Stelle. Der Kleinbauer läuft den Wasserlauf entlang, schaufelt Schlamm aus der Rinne und dichtet sie mit Grasbüscheln ab. Die Felder von Kebede liegen in Äthiopien, im Hochland des Legambo-Distrikts.

O-Ton 1 (overvoice): Oft setzt der Regen erst Ende Juli ein und hört schon Anfang September wieder auf. In beiden Fällen beeinflusst der Klimawandel die Verteilung und die Menge an Regen. Das Leben der Menschen in der Region hängt aber vom Ackerbau und der Kleinviehzucht ab. Fällt der Regen aus, verlieren die Menschen ihre Tiere und ihre Ernten.

Autor: So Endeshaw Kassa, Projektleiter der Mekane-Yesus-Kirche und Partner von Brot-für-die-Welt. Hier bei Kebede und den anderen Kleinbauernfamilien im Dorf entsteht der neue Bewässerungskanal. Früher gab es zwei Regenzeiten im Jahr, den kleinen Regen von Februar bis Juni und die Hauptregenzeit von Juli bis Ende September. Doch seit einigen Jahren werden die Niederschläge immer unberechenbarer und die Dürrezeiten immer länger. Endeshaw Kassa hat mit den Betroffenen diskutiert, was sie machen könnten.

O-Ton 2 (overvoice): Die Menschen dort haben uns erzählt, dass das hügelige Land stark zerstört ist. Das ist eigentlich gutes Weideland, aber durch die klimabedingte Erosion wird es immer weiter abgetragen und die Tiere können dort nicht mehr weiden. Sie haben uns deswegen nach Technologien oder Geräten gefragt, mit denen sie das Weideland wieder aufbauen können.

Autor: Mit Hilfe des Landwirtschaftsexperten haben die Klainbauern dort bestimmte Futterpflanzen angebaut, damit das Land sich erholen kann. Das hat gut funktioniert. In einem anderen Gebiet wird das Land neu bewässert. Ein kleiner Staudamm am Fluss ist schon fertig, von dort aus zweigt ein fast zwei Kilometer langes Kanalsystem ab.

O-Ton 3 (overvoice): Die Bewohner haben sich freiwillig und intensiv daran beteiligt. Sie haben diese Veränderungen voll mitgetragen, das hat uns sehr geholfen.“

Autor: Kebede und wischt sich mit der Hand den Schweiß von der Stirn. „Ich freue mich schon, wenn der neue Kanal ganz fertig ist“, sagt er, „dann geht das Bewässern schneller, und ich habe nicht mehr so viel Arbeit.“ Und schon nimmt er wieder die Schaufel und zeigt dem Wasser den Weg. Es soll so schnell wie möglich sein Knoblauchfeld erreichen. Auf anderen Feldern wachen Getreide, Bohnen und Fenchel. Die Kleinbauern haben eine Genossenschaft gegründet und verkaufen ihre Waren auf einem lokalen Markt. Für Endeshaw Kassa, den Projektleiter, ist das eine Erfolgsgeschichte.

O-Ton 4 (overvoice): Es hat sich viel verbessert. Diese ursprünglich gefährdeten Familien, die so hilflos wirkten, haben Mut bekommen. Sie sind so ermutigt durch unsere Besuche, unsere Beratung, dass sie diese Gelegenheit beim Schopf ergreifen und hart arbeiten, um ihre Situation zu ändern.

Autor: Es gibt sie also noch, Hilfsprojekte, die etwas verändern. Die Kinder von Kebede gehen übrigens zur Schule und bald kann er das Dach seiner Hütte erneuern. Weitere Hintergrundinformationen zu diesen und vielen anderen Projekten gibt es auf www.brot-für-die-Welt.de.

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