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Kirche in WDR 4 | 22.07.2015 | 08:55 Uhr

Weckruf

Autor: Guten Morgen! Heute möchte ich Ihnen ein bisschen auf den Wecker gehen. Mancher hat ja eine innere Uhr, die ihn frühmorgens rechtzeitig weckt. Andere kommen mit einem einzigen Wecker gar nicht aus, sie brauchen zwei, um wach zu werden und in die Gänge zu kommen.

Wenn Sie jetzt wach sind und zuhören, dann hat Ihr Wecker offensichtlich funktioniert, der äußere oder der innere.

Wussten Sie schon, dass es eine regelrechte „Erweckungsbewegung“ gegeben hat? Die Erweckungsbewegung ist eine evangelische Frömmigkeitsströmung, wie sie in Westfalen zum Beispiel das Siegerland und das Minden-Ravensberger Land tief geprägt hat. Viele hundert Jahre bis heute. Herzensfrömmigkeit, Gemeinschaft, sittenstrenges Leben. Das sind Kennzeichen dieser „erwecklichen“ Frömmigkeit, die bis heute in vielen Gemeinden nachwirkt.

Erwachen und Erweckt-Werden – das sind Markenzeichen nicht nur der Erweckungsbewegung. Sie machen den Kern des christlichen Glaubens aus.

In der Bibel lese ich:

Sprecherin: „Wach auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten.“ (Epheser 5,14)

Autor: Der Schlaf hat zwei Gesichter. Er ist ein Segen Gottes. Wer Schlafstörungen hat, weiß, wovon ich rede, und wünscht sich nichts sehnlicher, als mit dem Psalmdichter sagen zu können:

Sprecherin: „Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, Herr, hilfst mir, dass ich sicher wohne.“ (Psalm 4,8)

Autor: Im Schlaf erholen wir uns und sammeln neue Kraft, und vom Schlaf heißt es sogar:

Sprecherin: „Seinen Freunden gibt es der Herr im Schlaf.“ (Psalm 127,2)

Autor: Aber der Schlaf ist auch ein Bild für den Tod. Wir sprechen vom „Todesschlaf“. Hier setzt der Glaube an: Zum Glauben zu kommen, im Glauben zu leben, das ist wie ein Erwachen, ja wie ein neues Leben. Da geht das Licht des Lebens an.

Die Taufe ist ein ganz starkes Symbol dafür: Mit Christus hineingetaucht in den Tod und mit Christus auferweckt zu einem neuen Leben.

Lebendiger, wacher Glaube, das gibt dem Leben Lebendigkeit und Sinn. Doch wer schon zum Glauben gekommen ist, der ist auch vor Glaubensmüdigkeit nicht gefeit und schläft oft wieder ein.

Dann braucht es ein neues Erwachen, einen Impuls, der mich in Bewegung setzt. Einen Weckruf von Gott persönlich – wie es in diesem beliebten Erweckungslied heißt, das sonntags in der Kirche gesungen wird.

Sprecherin: „Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit,

dass sie Deine Stimme hört, sich zu Deinem Wort bekehrt.

Tu der Völker Türen auf;

Deines Himmelreiches Lauf hemme keine List noch Macht.

Schaffe Licht in dunkler Nacht.

Erbarm Dich, Herr.“ (EG 262, 2)

Autor: Christen wiegen sich manchmal in falscher Sicherheit, als wüssten sie besser als andere, wie man glauben und leben soll. Das wird ihnen vorgeworfen, oft zu Recht. Ihre Kirchen sind gespalten und haben sich voneinander getrennt. Das macht sie in den Augen Vieler unglaubwürdig.

Aber andererseits werden Christen in vielen Weltgegenden auch benachteiligt und sind an Leib und Leben bedroht. Sie müssen sehr wachsam sein, um überhaupt den Tag zu überleben.

Miteinander leben wir, Christen und Nichtchristen, in einer Welt, die scheinbar außer Rand und Band geraten ist.

Das ist nichts für Schlafmützen. Da kann niemand den Schlaf des Gerechten schlafen. Da braucht es Glaubenszeugen, die dort, wohin sie gestellt sind, mit Kraft und Mut, Glauben, Hoffnung und Liebe gesegnet sind. Die helfen, dass da wo heute lauter Zerstörung ist, wo jetzt mit Tränen gesät wird, einmal Frucht aufgeht und Leben möglich ist. Womöglich wird ja heute auch meine Wachheit gefordert?

Der Wecker hat geklingelt, und ich komme in Bewegung. Vielleicht wird daraus ja doch eine Erweckungsbewegung. Wer weiß? Ihr Dieter Beese aus Bielefeld.

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