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Kirche in WDR 3 | 21.12.2013 | 07:50 Uhr

Weihnachtlicher Besuch

Guten Morgen, liebe Hörerinnen und Hörer!

Bekommen Sie gerne Besuch? Ich schon! Wenngleich Besuche natürlich auch bei mir ganz Unterschiedliches auslösen können. Auch ich kenne nicht nur unbeschwerte Besuche, sondern auch unangenehme, weil schwierige Pflichtbesuche. Auch ich schätze Besuche der eigenen Familie mal mehr und mal weniger. Es gibt auch den Besuch, der mir schlichtweg lästig ist. Und so mancher Besuch am Krankenbett eines geliebten Menschen war oder ist alles andere als einfach.

Wenn ich zudem gestehen muss, dass mich Überraschungsbesuche schon mal kräftig ins Schwitzen bringen können, so sind sie mir doch in besonderer Weise die allerliebsten Besuche. Da ist zum Beispiel mein Bruder, der in der Stadt ist und dem noch ein bisschen Zeit bleibt vor oder nach einem Termin, die er mir schenkt. Da sind Freunde, die mit der Bahn durchs Ruhrgebiet kommen und einfach mal aussteigen, weil sie gerade an mich denken und wir uns lange nicht gesehen haben. Und dann sind da auch noch Partner von Adveniat, denen während eines Deutschlandaufenthaltes der Besuch genau jetzt viel wichtiger ist als lange geplante Begegnungen. Ist das nicht wunderbar?

Überraschungsbesuche drücken Wertschätzung und emotionale Verbundenheit in einer besonders herzlichen Weise aus. Mit ihnen werden übliche Verhaltensregeln durchbrochen, wenn irgendwo ganz spontan und darum mehr oder weniger unangemeldet „einfach“ jemand auf der Matte steht. Diese Spontaneität unterstellt: Ich bin willkommen. Auf jeden Fall und ganz egal, wie viel Mühe das jetzt macht.

Von einem Spontanbesuch erzählt auch die Bibel: Die schwangere Maria besucht ihre ebenfalls schwangere Cousine Elisabeth. Dieser Besuch löst echte Freude aus. Es heißt, dass Kind Elisabeths regte sich im Bauch. Mehr noch: Voller Staunen bringt Elisabeth ihr Glück über den unerwarteten Besuch Marias in die Worte: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“

Elisabeth fühlt sich geehrt, ja gesegnet durch den überraschenden Besuch, den sie erhält. Maria hat sich nicht nur Zeit genommen, sondern auch einen gehörigen Weg zurückgelegt: zu Fuß durch ein Gebirge. Die Freude, die beide Frauen aneinander haben, mündet in ein Loblied auf Gott, das Maria betet . Sie preist die Größe Gottes, sein wohlwollendes Handeln an den Kleinen, den Armen und Niedrigen aller Zeiten. Gott packt sie mit starkem Arm und hebt sie aus dem Staub der Geschichte empor. Hier wird schon etwas von dem erzählt, was dann Weihnachten passiert: die Botschaft von der Menschwerdung Gottes wird den Hirten als erstes berichtet, also den kleinen und einfachen Leuten.

Der große Gott wird klein und kommt in diese Welt. Sollte damit nicht die Weltordnung auf den Kopf gestellt werden? Aber wie könnte das heute noch deutlich werden? Für mich als Geschäftsführer des Hilfswerkes Adveniat zeigt sich die Umkehrung der Welt in der Solidarität mit den armen Ortskirchen Lateinamerikas und der Karibik.

Es gilt im übertragenen Sinne die gedemütigten und erniedrigten Menschen zu besuchen, d.h. sie aufzurichten durch unsere Hilfe, damit Weihnachten nicht nur ein schönes Krippenspiel bleibt, sondern eine Wirklichkeit wird.

Es grüßt Sie Ihr Prälat Bern Klaschka aus der Adveniat-Geschäftsstelle in Essen.

Lk 21,43.

Vgl. Lk 1,46-55.

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