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Kirche in WDR 3 | 01.06.2016 | 07:50 Uhr

„Weltelterntag“

Guten Morgen!

Heute ist ein Tag, der wahrscheinlich viele betrifft: Weltelterntag. 2012 haben die Vereinten Nationen den ersten Juni dazu erklärt.

Es ist sicherlich ein Zufall, aber dieses Datum passt zu diesem Tag, denn heute beginnt ja der Monat Juni – oder Juno, wie er umgangssprachlich oft bezeichnet wird, um ihn besser vom Julei zu unterscheiden.

Und diese Aussprache ist gar nicht so weit entfernt von der ursprünglichen Bezeichnung dieses Monats. Er ist nämlich nach der Göttin Juno benannt. In der römischen Mythologie war sie die Frau des Göttervatters Jupiter. Sie galt als Göttin der Ehe, der Fürsorge und der Geburt. Als Schirmherrin der Stadt Rom wurde sie im Herzen der damaligen Stadt, auf dem Kapitolshügel, verehrt. Hier stand auch ein Tempel, der ihr geweiht war.

Heute ragt an dieser Stelle die Kirche Santa Maria in Aracoeli empor. Maria ist diese Kirche geweiht. Zu der Kirche herauf führt eine enorme Treppe mit 125 Stufen. Die Römer nennen sie „Himmelsleiter“. Und in früheren Zeiten ging so manche Römerin die Treppe auf Knien hinauf, wenn es beim Kinderwunsch nicht klappte oder beim Glück in der Partnerwahl. Die Frauen erhofften sich Fürsprache von der Gottesmutter.

Dass die Tempelanlage der Juno nach der Christianisierung Roms Maria geweiht wurde, das trifft sich nicht von ungefähr. Das gilt für viele Kirchen, die auf antiken Tempeln weiblicher Gottheiten erbaut worden sind.

Juno und Maria – zwei unterschiedliche Frauengestalten, die als Mütter auf Geburt und Leben hinweisen.

Heute, am ersten Juno, gesellt sich noch eine Dritte: Eine, die vor genau 90 Jahren geboren wurde: Norma Jeane. Bekannt wurde sie aber unter einem anderen Namen, mit dem sie zur Leinwandgöttin emporstieg: Marilyn Monroe. Diesen Künstlernamen hatte sie sich selbst gewählt am Anfang ihrer Karriere und als Vornamen wählte sie die Verniedlichungsform von Maria.

In der Namenswahl liegt eine gewisse Tragik: Das Mütterliche der Gottesmutter Maria traf nicht zusammen mit der steilen Karriere dieser jungen Frau, die praktisch elternlos aufwuchs und die sich so sehr eine Familie wünschte: Marylin Monroes sehnlicher Mutterwunsch fand keine Erfüllung. Drei Ehen scheiterten; drei Kinder verlor sie schon während der Schwangerschaften. Daran hat sie gelitten. Gegen Ende ihres jungen Lebens soll sie gesagt haben: „Karriere ist etwas Herrliches, aber man kann sich nicht in einer kalten Nacht an ihr wärmen.“

Mich bewegen diese Worte am heutigen Weltelterntag. Das, worum es an diesem Tag geht, hat Marylin Monroe selbst nicht erfahren können: Ein Elternhaus haben und Eltern sein können. Der heutige Weltelterntag erinnert daran, was im Alltag oft untergehen kann: Eltern zu sein und Leben schenken zu dürfen: das ist sicher ein großes Geschenk.

Allen Eltern einen Glückwunsch dazu und mein Mitgefühl allen, denen dies verwehrt bleibt und denen, die darunter leiden.

Und weil ich selbst natürlich Sohn einer Mutter bin und die ausgerechnet auch heute Geburtstag hat, sehen Sie es mir nach, dass ich hier noch kurz sagen will: „Herzlichen Glückwunsch, Mama – schön dass es dich gibt!“

Kommen Sie gut in den Juni, beziehungsweise: Juno! Ihr Kaplan Andreas Möhlig aus Würselen.

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