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Kirche in WDR 2 | 22.03.2017 | 05:55 Uhr

Weltwassertag

Heute ist Weltwassertag. „Ja und?“, denken Sie jetzt vielleicht. „Wasser kommt jeden Tag aus der Leitung“. Dass wir hierzulande Wasser haben zum Duschen, Waschen und Kochen oder für den heißen Kaffee am Morgen – das ist für mich eigentlich selbstverständlich. Darum mache ich mir meistens keinen Kopf. Auch nicht darüber, dass ich damit auf der Welt zu den privilegierten Menschen gehöre: Ich kann mich darauf verlassen, dass jeden Morgen zuverlässig Wasser da ist – und natürlich in Trinkwasserqualität. Leitungswasser ist in Deutschland das am strengsten kontrollierte Lebensmittel überhaupt – zu Recht.

Leider ist das in großen Teilen der Welt nicht so. Und genau darauf macht seit 20 Jahren der Weltwassertag aufmerksam. Ich finde es erschreckend, dass schät-zungsweise eine Milliarde Menschen keinen sicheren Zugang zu sauberem Trink-wasser haben. Verschmutztes Wasser macht krank, aber wer kein anderes bekom-men kann, trinkt es trotzdem, um nicht zu verdursten.

Papst Franziskus nimmt bei dem Thema kein Blatt vor den Mund. In seiner Um-weltenzyklika „Laudato si“ mahnt er: „Diese Welt lädt eine schwere soziale Schuld gegenüber den Armen auf sich, die keinen Zugang zum Trinkwasser haben, denn das bedeutet, ihnen das Recht auf Leben zu verweigern, das in ihrer unveräußerli-chen Würde verankert ist.“

Viele Experten gehen sogar weiter als der Papst. Sie sagen, die Kriege der Zukunft werden um den Zugang zu Wasser geführt. Wasserversorgung hat also mit der Menschenwürde, aber auch mit Friedensarbeit zu tun.

Nicht zuletzt deshalb widmet das Hilfswerk Misereor seine aktuelle Fastenaktion dem Thema Wasser. Das katholische Hilfswerk sammelt Spenden für Projekte in Burkina Faso, einem afrikanischen Land am Rande der Sahelzone. Dort herrscht große Tro-ckenheit. Die Wüste dehnt sich immer weiter aus. Dafür ist auch der Klimawandel verantwortlich. Misereor bekämpft den Wassermangel durch nachhaltige Techniken, Wasser zu speichern und Landwirtschaft zu betreiben. Ganz konkret hilft Misereor dabei, dass die Menschen zu Wasser kommen, zu ihrem Lebensrecht.

Ich glaube fest daran, dass das Wasser auf dieser Welt für alle reicht, wenn wir bereit sind, es zu teilen. Wenn ich heute den Wasserhahn aufdrehe, werde ich daran denken, wie kostbar es ist und keineswegs selbstverständlich.

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