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Kirche in WDR 5 | 19.08.2017 | 06:55 Uhr

Wer ist der Größte?

Guten Morgen!

„Wer ist der Größte, Bedeutsamste, Beste von uns?“, fragten die Jünger Jesus einmal.

(Lukas 9,46) Und meinten damit: „Hoffentlich sagt Jesus das von mir: Dass ich der Beste, Frömmste, Großartigste bin! Dass ich ein Vorbild bin und den anderen sagen kann, wo der Hase lang läuft!“ Und bis heute ist selbst unter Christen diese Denke nicht totzukriegen. Hanns Lilje, ehemaliger stellvertetender Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland sagte es mal so: „Alle wollen in der Kirche dienen - am liebsten in leitender Stellung.“

Die Frage ist nur: Wo will ich denn Einfluss haben? Über wen? Und mit welchen Mitteln? Und vor allem: Von wem will ich eigentlich anerkannt werden - und warum?

Doch statt sich diese Fragen zu stellen, dreht sich das Anerkennungskarussell munter weiter: Da wird über das Internet Einfluss auf Wahlen genommen, da wird gelogen und betrogen, um sich selbst ins rechte und die Konkurrenz ins schlechte Licht zu setzen.

Gut, dass wir in einer Demokratie leben, in der die Macht von vielen Wählern nach besten Regeln legitimiert werden muss. Und wo Ämter immer nur bis zur nächsten Wahlperiode besetzt werden.

Sicherlich hat auch eine demokratische Regierung ihre Macken - aber von allen Regierungssystemen sichert sie die größtmöglichste Freiheit für alle Bürger - so lange man miteinander und nicht gegeneinander leben will. Dass ein großes Maß an Freiheit und Selbstbestimmung keineswegs selbstverständlich ist, kann man in letzter Zeit in so einigen Staaten mit Sorge beobachten! Das war auch schon zu Jesu Zeiten so. Die Römer hielten unter anderem auch das damalige Palästina besetzt. Jesus weiß also, wovon er spricht, wenn er den Jünger auf die Frage nach ihrem Ranking antwortet:

Sprecherin: „Ihr wisst, dass die Könige Tyrannen sind und die Mächtigen ihre Völker niederhalten und ungerecht behandeln. Aber bei euch soll es anders sein! Wer der Größte unter Euch sein will, wer euch anführen will, der soll euch dienen. Wer unter euch der Erste sein will, soll vor allem für die anderen da sein. Denn ich bin nicht zu euch gekommen, damit ihr mir dient, sondern um euch zu dienen!“ (Markus 10,41ff)

Jesus sieht das mit dem Wunsch nach Größe und Bedeutung so: Bei Gott geht es nicht darum, der Beste, Größte, Stärkste zu sein - damit ich über andere triumphieren kann. Sondern: Wer wichtig und bedeutsam, hilfreich für das Leben anderer sein will - der soll Menschen mit seinen Kräften, mit seinem Wissen, mit seiner Liebe helfen.

Mit Menschen, die mir helfen, lebe ich auch viel lieber zusammen, als mit solchen, die sich über mich stellen. Ich hab dann auch viel mehr Lust, Freude und Bereitschaft solchen Menschen zu helfen und sie zu fördern. Das sollte immer das Wesen der Kirche wie auch der Gesellschaft sein: Füreinander da sein. Nicht der eigene Ruhm, sondern die Liebe, die Sorge um andere sollen im Mittelpunkt stehen. Weil Gott selbst sich nicht bedienen lässt, sondern der ganzen Welt dient!

Ihr Pastor Sebastian Begaße aus Dortmund.

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