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Kirche in WDR 3 | 16.07.2018 | 07:50 Uhr

Wettkämpfe

Guten Morgen!

Waren Sie auch im WM-Fieber? Ich jedenfalls habe jedes Mal die Daumen gedrückt, wenn die deutsche Nationalmannschaft gespielt hat. Auch von den anderen Mannschaften habe ich mir viele Spiele angesehen. Und am Ende hat nun die beste Mannschaft gewonnen. Gestern im Finale wurde der Weltmeister gekürt. Denn gewinnen kann am Ende nur einer; beim Fußball: nur eine Mannschaft.

Mit Wettkämpfen und Siegern hat sich auch schon der Apostel Paulus in der Antike auseinandergesetzt. Er schrieb der christlichen Gemeinde in Korinth in Griechenland:

Sprecher: Ihr kennt das doch: Von allen Läufern, die im Stadion zum Wettlauf starten, gewinnt nur einer den Siegeskranz. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt! Wer im Wettkampf siegen will, setzt dafür alles ein. Ein Athlet verzichtet auf vieles, um zu gewinnen….Wir als Christen dagegen kämpfen um einen unvergänglichen Preis. (1. Korinther 9,24-27; Hoffnung für Alle)

Vermutlich kannte Paulus die so genannten Isthmischen Spiele. Diese Wettkämpfe fanden alle zwei Jahre auf dem Isthmus, der Landenge bei Korinth statt. Für die Gemeinde in Korinth müssen die Isthmischen Spiele eine ähnliche Bedeutung gehabt haben wie für uns heute die Fußball Welt- oder Europameisterschaften.

Deshalb vergleicht Paulus den Alltag der Gemeinde in Korinth mit den Wettkämpfen in der Arena. So wie der Athlet in der Arena, so sind Christinnen und Christen in der Welt unterwegs. Sie kämpfen hart und quälen sich, nicht für den weltlichen Siegespreis in der Arena, sondern für einen unvergänglichen Siegespreis. Für ein Leben am Ende der Zeit bei Gott. Das Ringen um Einheit in der zerrissenen Gemeinde von Korinth war Paulus besonders wichtig. Die Gemeinde musste sich in einer Hafenstadt, einem Schmelztiegel der Völker und Religionen, in einer unsicheren Umwelt behaupten und ihre Identität wahren.

Es ist deshalb nicht ganz das gleiche: Der Athlet, der in der Arena um den Platz auf dem Siegertreppchen kämpft und die Anstrengung der Christen in der Arena des Alltag. Denn Paulus geht es nicht um einen Kampf gegen die anderen, an dessen Ende es nur einen Sieger geben kann. Sondern es geht in seinem Schreiben an die Gemeinde um einen Kampf gegen die Schicksalsschläge und Unsicherheiten des Lebens. An dessen Ende winkt der Siegespreis für alle, die daraufhin gearbeitet haben. Paulus ist der Überzeugung: Am Ende der alltäglichen Kämpfe um ein Leben nach Gottes Regeln und am Ende des Ringens um die Einheit der Gemeinde wartetet der Siegespreis bei Gott. Und zwar nicht nur für einen einzelnen Sieger oder eine einzelne Siegerin, sondern für alle, die sich auf den Weg machen.

Es geht darum: Miteinander und nicht gegeneinander nach dem Siegespreis Gottes zu greifen. Und verschönern dürfen wir uns diesen Weg im Alltag durch die ganz irdischen sportlichen Wettkämpfe, wie den, der gestern zu Ende gegangen ist.

Es grüßt Sie, Ihre Mareike Heidenreich aus Münster.

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