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Kirche in WDR 2 | 21.05.2015 | 05:55 Uhr

„Wo war Gott?“

„Wo war Gott?“

Diese Frage habe ich am Nachbartisch in einem Kaffee gehört, und ich gestehe, ich war neugierig und habe dem Gespräch der beiden Frauen weiter zugehört.

„Wo war Gott, als in Nepal die Erde bebte?“, fragt die eine.

„Ja genau, oder als die Germanwings-Maschine in den Bergen zerschellt ist? Wo war Gott da? Und wo guckt Gott hin, wenn Flüchtlinge im Meer ertrinken?“

Keine der beiden Frauen gibt Antworten auf die Fragen – es ist still am Nachbartisch.

Als ich das Kaffee verlasse, nehme ich diese Fragen mit, und sie gehen mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf...

Wo war Gott? – Ich wüsste auch keine Antwort auf diese Frage.

Ich erinnere mich an die Predigt von Kardinal Rainer Maria Woelki bei der Trauerfeier im April im Kölner Dom, als den Opfern des Flugzeugabsturzes der Germanwings-Maschine gedacht wurde. Er zitierte darin aus der Leidensgeschichte Jesu den Ausruf: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen!“

Und zu den Anwesenden im Kölner Dom sagte er dann: „Vielleicht werden das einige von Ihnen gedacht haben, wenn Sie überhaupt an Gott glauben.“

Ich selbst habe den Eindruck, dass die, die an Gott glauben, ihm in solchen Momenten besonders nahe sind, und dass die, die nicht an Gott glauben, in solchen Momenten besonders nach ihm fragen...

Auch Kardinal Woelki konnte keine, wie er sagte, theoretische Antwort auf das schreckliche Unglück in den französischen Alpen geben.

In meinem Kopf bleiben Fragen...

Wo war Gott, als in Nepal die Erde bebte? Oder wo ist er, wenn im Sudan so viele Kinder als Kindersoldaten missbraucht werden? Eine Liste mit möglichen Fragen wäre unendlich lang.

Ich finde keine Antworten. – Einzig ein Gefühl bleibt. Ein Gefühl der Solidarität, der Anteilnahme. Und ich weiß, so geht es nicht nur mir, sondern vielen Menschen nicht nur hier in Deutschland. Ein gutes Gefühl, das nicht allein zu empfinden.

Oder wie Kardinal Woelki es in seiner Predigt ausgedrückt hat:

„Menschlichkeit und Annahme sind das, was wir Menschen einander schenken können: durch Zärtlichkeit und Zuwendung, durch Zuhören und Zutrauen.“

Bildrechte: wiebering (flickr) CC BY-SA 2.0

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