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Hörmal | 22.06.2014 | 07:45 Uhr

Woran Prominente glauben - Manuela Schwesig

O-Ton: Ich finde, der Glaube kann ganz viel im Kleinen im Alltag bewirken, dass ich fest davon überzeugt bin, dass Gott uns schützt und dass Gott einen auch stärkt.

Autor: Sagt Manuela Schwesig, die neue Bundesfamilienministerin. Für viele ist sie ein Shooting-Star in der Großen Koalition. Sie sieht gut aus und sie kennt sich aus. Denn Politik macht sie schon lange. Journalisten sagen, sie sei ein wenig steif, kurz angebunden, zeige nichts von sich selbst. Mich wundert das. In einem Café hat sie mit mir sehr offen über ihren Glauben gesprochen, und über ihre Taufe vor vier Jahren.

O-Ton: Das war ein langer Weg zur Taufe, der damit begann, dass ich ja eigentlich ziemlich unchristlich aufgewachsen bin als Kind und Jugendliche in der DDR, … wo Kirche auch in meinem Alltag keine Rolle spielte, also weder im Sinne, dass auch darüber schlecht gesprochen worden ist, schon gar nicht gut. Es fand nicht statt.

Autor: Doch als sie nach Schwerin kam und ihren Mann kennenlernte, traf sie auf viele Menschen, die in der Kirche engagiert waren.

O-Ton: Diese vielen Begegnungen, vielen Gespräche und das Miterleben von Gottesdiensten führte immer mehr dazu, dass mein Mann und ich mit dem Glauben vertraut wurden und viel darüber nachdachten. Und dann war die Geburt meines Sohnes entscheidend.

Autor: Denn so ein Kind verändert den Blick aufs Leben. Und bei Manuela Schwesig führte es 2010 gleich zu einer Familientaufe. Dabei ist für die Eltern klar, …

O-Ton: …dass wir Verantwortung tragen für unseren Sohn, aber es gut finden, die schützende Hand Gottes, dass die über ihm ist. Und das war für uns der Grund, unseren Sohn zu taufen und dann zu sagen, dann lassen auch wir uns taufen.

Autor: Wenn sie über den Glauben nachdenkt, dann sind für Manuela Schwesig vor allem be-stimmte Werte wichtig.

O-Ton: der Glaube daran, dass alle Menschen gleich sind und dass es auch darauf ankommt, jeden Menschen in der Mitte der Gesellschaft zu haben und nicht am Wegesrand stehen zu lassen.

Autor: Hier sieht sie eine enge Verbindung zwischen dem christlichen Glauben und dem politi-schen Handeln.

O-Ton: Gerade diese Werte der Nächstenliebe, die Schwachen mitnehmen, ihnen auf Augenhöhe begegnen, nicht mit Almosen abspeisen, das sind ja Themen der Bibel, aber eben auch Themen meines politischen Handelns.

Autor: Wenn Menschen in unserer Gesellschaft doch am Rand bleiben, wenn Kinder in Armut aufwachsen, wenn Menschen kaum Zugang zu Bildung haben, dann lässt ihr das keine Ruhe.

O-Ton: Das ist die Frage der sozialen Gerechtigkeit. Wieviel muss jeder haben, um in der Mitte unserer Gesellschaft zu sein? Und wie viel muss auch jeder von uns abgeben, bereit zu sein, zu ver-zichten, auch für den anderen.

Autor: Für Gerechtigkeit streiten, für Ausgleich sorgen, das kann die Politik nicht alleine, davon ist sie überzeugt.

O-Ton: Unsere Gesellschaft braucht die Evangelische Kirche, wir brauchen die Werte, wir brau-chen auch den Streit um die Werte. Und gerade viele Christinnen und Christen engagieren sich … viele auch ehrenamtlich … vor allem im sozialen Bereich, deswegen ist für mich christliche Kirche überhaupt nicht wegzudenken.

Autor: Wenn die Ministerin am Wochenende nach Schwerin kommt, dann geht sie mit der Familie in die evangelisch-lutherische Domgemeinde. Hier erlebt sie Kirche hautnah.

O-Ton: Wir engagieren uns sehr für den Erhalt des Domes, ich nehme sehr gerne zum Beispiel an der Domtafel teil, in der wir auch dann Spenden sammeln. Das sind so die persönlichen Dinge, die mir vor Ort wichtig sind. Und ich mag unheimlich gerne in den Kindergottesdienst mit meinem Sohn mitgehen.

Autor: Von ihrer Kirche wünscht sich Manuela Schwesig, dass sie offensiv in den Dialog tritt mit denen, die anderes glauben und mit denen, die gar nicht glauben.

O-Ton: Ich werbe sehr dafür, weil ich ja auch selber ein persönliches Beispiel dafür bin, dass wenn Kirche offen auf die zugeht, die vielleicht noch nicht an Gott glauben, dass wir diese Men-schen gewinnen können. Vielleicht nicht immer für den Glauben, aber vor allem für unsere gemeinsamen Werte.

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