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Hörmal | 09.07.2017 | 07:45 Uhr

Zu guter Letzt

Autor: Harriet Lauler hat einen Plan: Sie will den eigenen Nachruf nicht dem Zufall überlassen, sondern genau vorbereiten. Das ist der Plot in der Komödie „Zu guter Letzt“. Also wendet sich die resolute Rentnerin an die junge Journalistin Anne, die ist bei der Lokalzeitung zuständig für Nachrufe. Anne fängt an zu recherchieren.

O-Ton: „Was können Sie mir über Harriet Lauler erzählen?“ – „Ich hasste Sie. Ich hasste Sie unglaublich!” – „Können Sie irgendetwas über Sie sagen, dass wirklich nett ist?“ – „Wenn Sie tot wäre, das wäre wirklich nett.

Autor: Ehemalige Freunde, Kollegen und Geschäftspartner, die eigene Familie, niemand hat auch nur ein gutes Wort über Harriet zu sagen. Sie erscheint Kratzbürstig, kontrollsüchtig, geschäftlich erfolgreich, aber persönlich unausstehlich. Was tun?

O-Ton: „Mein Leben ist nicht vorbei. Noch nicht.“

Autor: Harriet hat herausgefunden, dass es vier Elemente gibt, die einen wirklich guten Nachruf ausmachen.

O-Ton: „Erstens: Der Verstorbene sollte von seiner Familie geliebt werden.“ – „Klar.“ – „Zweitens: Der Verstorbene sollte von seinen Mitarbeitern bewundert werden.“ – „Ich weiß.“ – „Drittens: Der Verstorbene sollte das Leben eines anderen positiv beeinflusst haben. Und wenn dieser Andere einer Minderheit angehört oder ein Krüppel ist, umso besser!

Autor: Und viertens wäre da noch die Wild Card. D.h. eine Sache zu machen, die so ungewöhnlich ist, dass sie sich als Überschrift für den Nachruf eignet.

O-Ton: „Sie werden also Ihr Leben ab sofort ändern?“ – „Ganz genau!“

Autor: Mit der Zeit findet Harriet heraus, was tatsächlich alles in ihr steckt. Um für einen anderen etwas Gutes zu tun, besucht sie ein Heim für benachteiligte Kinder und freundet sich dort mit Brenda an, einem kleinen frechen Mädchen. (Die kleine Brenda lernt Respekt und Harriet entdeckt ihr Herz.) Bleibt die Familie. Ihre Tochter hat sie seit vielen Jahren nicht mehr gesehen. Anne – die Journalistin - arrangiert ein Treffen. Zwar sind die alten Wunden noch nicht verheilt, aber immerhin: sie reden. Und die Wild Card, das Außergewöhnliche? Zufällig stößt Anne auf Harriets Plattensammlung – und Harriet auf ihre alte Leidenschaft für Musik. Mit der kleinen Brenda und einem Bollerwagen voller Platten zieht sie kurzerhand ins Studio ihres Lieblingssenders. Ehe sie sich versieht, moderiert sie sogar die Morning-Show.

O-Ton: „Hier ist Harriett Lauler. Ich sage ‚guten Morgen‘, aber was bedeutet das? Bitte, ich wünsche Ihnen keinen schönen Tag. Ich wünsche Ihnen einen Tag, der etwas zählt. Wünsche Ihnen einen Tag, der wahr ist. Ich wünsche Ihnen einen Tag, der etwas bedeutet.“

Autor: Anne, die junge Journalistin, hat inzwischen auch etwas über ihr Leben gelernt. Das kleine Büro in der Lokalzeitung ist ihr zu eng geworden. Sie kündigt. Sie will Bücher schreiben, Gedichte, Kurzgeschichten, etwas, das wirklich zu ihr passt.

„Zu guter Letzt“ – eine Komödie mit Tiefgang. Für mich erzählt sie: Gott hat uns ganz bestimmte Begabungen geschenkt. Wir sollten sie nicht verschütten oder zurückstellen. Es gilt sie zu entdecken und zu leben. Und dafür ist es nie zu spät.

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