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Sonntagskirche | 07.02.2016 | 08:55 Uhr

Zum Glück … gibt es die Freude

Irgendwie geht mir das alles ein bisschen zu schnell in diesem Jahr. Ich hatte die Weihnachts-CDs noch nicht ins Regal zurückgestellt, da erklangen im Radio schon die ersten Karnevalshits. Und ich dachte, jau, die Karawane zieht weiter … Der Prinz kütt, ob du willst oder nicht!

Mein Name ist Gertrude Knepper. Ich lebe und arbeite in Wattenscheid, einer echten Karnevalshochburg – so sagt man hier! Und in der Tat, hier ist wirklich viel los!

Heute zum Beispiel machen sich Mann und Maus auf den Weg zum großen Stadtumzug. Bei gutem Wetter kommen hier locker 100.000 Leute zusammen. Sie singen und schunkeln am Straßenrand, lachen und prosten einander zu, und viele feiern und tanzen bis zum frühen Morgen in den umliegenden Gaststätten atemlos durch die Nacht!

Ich bin mit dem Karneval groß geworden. In meiner Familie gab es manch gekröntes Haupt. Majestäten und Hoheiten, denen das Narrenvolk eine Session lang froh und ausgelassen zujubelte. Das fand ich toll! Da war ich gerne dabei!

Inzwischen hat sich diese karnevalistische Leidenschaft deutlich abgekühlt. Ich betrachte die tollen Tage eher kritisch, schaue auf die dunklen Seiten: zudringliche Männer, distanzlose Frauen, stark alkoholisierte Jugendliche. Karneval als Freifahrtschein für schlechtes Benehmen und hemmungslose Selbstüberschätzung!

Doch wenn dann dat berühmte Trömmelsche geht, kann ich mich dem Zauber des Festes doch nicht ganz entziehen. Es ist, als würde mir mit einem mal das Sichtfeld geweitet. Dann sehe ich die strahlenden Gesichter der Aktiven; spüre ihre ansteckende Freude; erkenne wie leidenschaftlich ihre Herzen brennen für die Sache. Sie geben alles, damit das Fest gelingt, damit diese Zeit für anderen zur Freude wird!

Der Karneval scheidet die Geister. Was für die einen eine kalendarisch verordnete Fröhlichkeit ist, ist für die anderen ein tiefer Grund zur Freude!

Die widerstreitenden Gefühle, die sich mit dieser Frage verbinden, kenne ich gut!

Und für beide Thesen finden sich überzeugende Argumente!

Doch die Frage nach Anlass oder Ursache stellt sich grundsätzlich zu jedem Fest,

zu einem Hochzeitstag genauso wie zu Weihnachten, zum Muttertag wie zu jedem gewöhnlichen Sonntag!

Brauche ich einen offiziellen Anlass oder kann ich nicht auch so fröhlich sein; anderen Menschen Freude machen, zeigen, dass ich sie liebe, oder beten, ohne am Sonntag in die Kirche zu gehen? Ja, könnte man! Und wie sehr bewundere ich Menschen, die dazu fähig sind!

Ich stelle jedoch fest, ich schaffe es bei aller Liebe nicht!

Immer wieder geraten mir in den Turbulenzen des Alltags selbst die liebsten Menschen aus dem Blick. Die guten Vorsätze sind heute, wenige Wochen nach Jahresbeginn schon wieder perdu, zu vieles nehme ich selbstverständlich hin!

Da bin ich froh, dass es Feste und Feiertage gibt.

Tage, die mich erinnern: Wolltest Du nicht dankbarer sein?

Hast Du Dein Kind heute schon gelobt,

Deinem Liebsten gesagt, schön, dass es dich gibt?

Ich finde, solche Tage sind ein Glück!

Auch der Karneval!

Heute fallen gleich zwei Feiertage in eins: Es ist Karnevals und es ist Sonntag.

Glücks-fall!

Zusammengenommen klingt die Einladung dieser beiden Feste in etwa so:

Lass los, denn dein Leben ist getragen und bei Gott gut aufgehoben!

Liebe Dein Leben, denn dazu hat es dir Gott geschenkt!

Freue Dich, zusammen mit all den anderen, denn Freude ist göttlich!

Jesus bringt das genau auf den Punkt, wenn er sagt:

Ich bin gekommen, das meine Freude in Euch ist und damit Eure Freude

vollkommen wird!

Gerne lass ich mich von diesem Festtag einladen,

denn zum Glück gibt es die Freude – Gott sei Dank!

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